EINLADUNG zum Kolloquium

Hungaricum in Bayern

Entwürfe einer interdisziplinären und überregionalen 
Forschungs- und Lehrkonzeption für Ungarn-Studien

Zeit, Ort: Mittwoch, 5. Mai 2004, 19.00-21.00 Uhr, Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstraße 38, 80799 München (U3, 6 Universität)

Veranstalter: Ungarisches Institut München

Mit dem Beitritt zur Europäischen Union erhöht Ungarn den Grad seiner Außenbeziehungen auf politischem, wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und kulturellem Gebiet. Das Ungarische Institut München nimmt diesen Vorgang von historischer Dimension und Tragweite zum Anlaß, im Rahmen einer vierteiligen Veranstaltungsreihe verschiedene ungarische Züge im Antlitz Europas unter wissenschaftlichen und künstlerischen Gesichtspunkten zu beleuchten. → Zu dieser in die „Münchner Osteuropawoche" eingebundenen Reihe siehe seine Webseiten.

Die Konzeption zum untenstehenden Programm dieser Reihe begreift die Selbstgestaltung von deutschsprachigen Ungarn-Studien als Beitrag zur Mitgestaltung der Mittel-, Ost- und Südosteuropakunde. Diese Doppelaufgabe wächst infolge der Osterweiterung der EU in ein politisch, kulturell, wirtschaftlich und rechtlich gewandeltes Bewährungsumfeld hinein. Das Kolloquium will den offenen Erfahrungs- und Gedankenaustausch in der Frage nach der Eigenwertigkeit der Forschung und Lehre über den Großraum mit den Beitrittsstaaten aus der Sicht eines Teilarbeitsgebiets fördern. Es widmet sich Überlegungen, die Aneignung und die Vermittlung von geschichts-, sozial- und kulturwissenschaftlichem Fachwissen über Ungarn in Zusammenarbeit mit dem Hochschulbereich Bayerns zu intensivieren. Auf die Entwürfe des Veranstalters für die Weiterentwicklung einer interdisziplinären, raumübergreifenden und beziehungsgeschichtlich orientierten Hungarologie folgen unter weiteren Sonderaspekten Korreferate aus themenverwandten Einrichtungen in München und Budapest. Danach kommentieren Vertreter von universitären und außeruniversitären Instituten in der Landeshauptstadt den aktuellen und perspektivischen Stellenwert der besagten Hungarologie in der bayerischen Forschungs- und Universitätslandschaft. Für weitere Diskussionsbeiträge ist der Abschlußteil vorgesehen.

Entwürfe

Hungarologie als interdisziplinäre Regionalwissenschaft. Betrachtungen zu ihren Forschungs- und Lehrzielen im Rahmen der deutschsprachigen Mittel-, Ost- und Südosteuropakunde
Dr. Zsolt K. Lengyel, Direktor des UIM

Der disziplin- und raumübergreifende Forschungsansatz in der Hungarologie. Fallbeispiele aus verschiedenen Epochen
Dr. Meinolf Arens, wissenschaftlicher Mitarbeiter des UIM

Beiträge

Ungarische Sprachvermittlung und Literaturgeschichte in der aktuellen Finnougristik/Uralistik Deutschlands
Mária Kelemen, M. A., Lektorin am Institut für Finnougristik/Uralistik der LMU München

Die Hungarologie in der Forschungs- und Hochschulpolitik Ungarns. Aspekte der internationalen Kooperation
Dr. Gábor Ujváry, Generaldirektor des Balassi Bálint Instituts (Budapest)

Kommentare

Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Lehrstuhlinhaber für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der LMU München

Dr. Martin Brusis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für angewandte Politikforschung (München), Projektbereich „Folgefragen der EU-Osterweiterung"

Abschlußdiskussion
Anschließend kleiner Umtrunk