Einladung zum hungarologischen Graduiertenkolloquium. Aktuelle Projekte aus den Geschichts-, Sozial-, Sprach-, Kunst- und Kulturwissenschaften

Veranstalter:

Ungarisches Institut München

in Zusammenarbeit mit dem

Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg

 

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, 
Amalienstraße 38, 80799 München 

Mittwoch, 9. November 2005

P R O G R A M M

(Stand: 4. November 2005)

(Programm als PDF)

Vorbemerkung

Die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist nicht erst seit den neueren Zeiten institutioneller Netzwerkbildungen eine gemeinsame Grundaufgabe von außeruniversitären und universitären Einrichtungen. Mit diesem Kolloquium bieten die Veranstalter aufgrund der bisherigen Erfahrungen ihrer forschungs- und lehrbegleitenden Aktivitäten ein Forum des Gedanken- und Erfahrungsaustausches über Themen, die in verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen zur Vergangenheit und Gegenwart Ostmitteleuropas in deutscher Sprache aktuell bearbeitet werden.

Der territoriale Schwerpunkt der fünfzehn Referate auf Ungarn und Siebenbürgen sowie Nachbarräumen folgt aus den Tätigkeitsprofilen der beiden einladenden Partnereinrichtungen und entspricht dem Grundsatz der überregionalen Bewertungsperspektive in der im weiten Sinne ungarnkundlich ausgerichteten Forschung und Lehre. Mit der Vorstellung von laufenden Projekten, die sich konzeptionell und inhaltlich dem Arbeitsbereich von fünf Fakultäten zuordnen lassen, wird zugleich dem methodischen Selbstverständnis der Hungarologie als interdisziplinäre Regionalwissenschaft und als Teil der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropastudien Rechnung getragen.

Im Anschluß an das Kolloquium findet am gleichen Ort das zweitägige internationale Symposium „Barock und Aufklärung in Ungarn und in Deutschland. Neue Quellen und Forschungsansätze zum strukturgeschichtlichen Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des süddeutschen Raumes" statt, zu dem gesondert eingeladen wird.

Die Veranstalter München / Heidelberg, November 2005

I. Geschichtswissenschaften

Moderation: Dr. Zsolt K. Lengyel (Ungarisches Institut München)

9.00 Einführung

9.05 Entwicklung der Geowissenschaften des 18. Jahrhunderts in Ungarn.
Der Weg der Mineralogie von der „Physica" zur Naturkunde (1711-1777)
Mariann Juha, Cand. phil. (Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München,
Abteilung für Wissenschaftsgeschichte, Lehrstuhl für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik)

9.25 Die Siebenbürger Sachsen und das Nationalitätenproblem im 19. Jahrhundert
Thomas Frühmesser, Cand. phil. (Institut für Geschichte der Universität Würzburg, Lehrstuhl für Neueste Geschichte)

9.40 Die Besatzungspolitik Österreich-Ungarns in Rumänien während des Ersten Weltkriegs
Lisa Mayerhofer, M. A. (Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, Abteilung für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte)

10.00 Zwischen Ablehnung und Anpassung. Politische Strategien der ungarischen Minderheit in Rumänien 1931-1940
Franz Sz. Horváth, Cand. phil. (Seminar für Osteuropäische Geschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

10.20 Paradigmen der Minderheitenforschung in der ungarischsprachigen Historiographie
seit 1989/1990: Das Beispiel der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei
Thomas von Ahn, M. A. (Institut für Finnougristik/Uralistik der Universität Hamburg)

10.40 Diskussion und Kaffeepause

II. Sozialwissenschaften

Moderation: Dr. Ralf Thomas Göllner (Ungarisches Institut München)

11.00 Für Führer, Glaube, Vaterland. Der Kampf um die deutsche Jugend im rumänischen Banat 1918 bis 1944
Stephan Schüller, Cand. phil. (Historisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung für Allgemeine und Neuere Geschichte)

11.20 Die Euroregion Donau-Kreisch-Marosch-Theiß. Grenzüberschreitende Netzwerke als regionalpolitische Entwicklungsstrategie im europäischen Kontext
Dieter Jäckel, M. A. (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München)

11.40 Entwicklungsperspektiven für eine osteuropäische Kulturlandschaft: die Firtos-Region in Siebenbürgen
Dóra Drexler, Dipl.-Ing. – Johannes Gnädinger, Dipl.-Ing. (Department für Ökologie der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Landschaftsökologie)

11.50 Ethnische Konstruktion im journalistischen Diskurs. Das ungarische Statusgesetz und seine Wahrnehmung in ungarischen und rumänischen Tageszeitungen (2000-2003)
Mihai-Paul Márton, M. A. (Institut für Ethnologie der Universität Hamburg)

12.10 Diskussion

12.30 Mittagspause

III. Sprach- und Kunstwissenschaften

Moderation: Dr. Gerald Volkmer (Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg)

14.00 Französisch-deutsch-ungarische Lehnbeziehungen
Ágnes Mátrai, M. A. (Linguistik – Internationales Promotions-Programm der Ludwig-Maximilians-Universität)

14.20 Musik als politisches Projekt in Ungarn
Dr. Rüdiger Ritter (Seminar für Osteuropäische Studien der Universität Bremen)

14.40 Tod durch Torheit. Ikonographie eines theologischen Topos. Die Narrendarstellungen in der Kirche von Birthälm (Siebenbürgen)
Frank Ziegler, M. A. (Kunsthistorisches Institut der Eberhard-Karls-Universität Tübingen)

15.00 Diskussion und Kaffeepause

IV. Kulturwissenschaften

Moderation: Dr. Meinolf Arens (Ungarisches Institut München)

15.40 Archäologische Spuren frühen Christentums zwischen Balaton und Donau (4.-9. Jahrhundert nach Chr.)
Eric Breuer, M. A. (Institut für Vor- und Frühgeschichte und Provinzialrömische Archäologie der Ludwig-Maximilians-Universität München / Abteilung für provinzialrömische Archäologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

16.00 Das frühneuzeitliche Krimkhanat zwischen Orient und Okzident
Denise Klein, M. A. (Institut für Geschichte und Kultur des Nahen Orients sowie Turkologie der Ludwig-Maximilians-Universität München) – Dr. Meinolf Arens (Ungarisches Institut München)

16.20 Zur Wandelbarkeit ethnischer Identität. Überlebensmechanismen kleiner Minderheiten am Beispiel der Csángó und Russinen
Agnieszka Barszczewska, M. A. (Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau)

16.40 Diskussion und Zusammenfassung der Tagungsergebnisse

Organisatorische Hinweise
  1. Der Tagungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie folgt zu erreichen: U3 oder 6 Universität ® Schellingstraße ® Amalienstraße (5-10 Minuten Fußweg). Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.

  2. Verbindliche Anmeldungen anhand des Rückmeldebogens erbeten bis spätestens 7. November 2005. Sie werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bis zur Höhe der möglichen Teilnehmerzahl (max. 60 Personen) registriert.

  3. Fahrt- und Übernachtungskosten können nicht erstattet werden. Die Pausenbewirtungen sind unentgeltlich. Für Personen- und Sachschäden bei der An- und Abreise sowie während der Tagung übernehmen die Veranstalter keinerlei Haftung.

  4. Zu eventuellen Programmänderungen siehe www.ungarisches-institut.de.

  5. Rückfragen erbitten wir an die Kolloquiumsleitung im UIM: Dr. Ralf Thomas Göllner / Krisztina Busa, M. A., Tel. [+49] 089/348171, Fax [+49] 089/391941, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!