Mária Baranyi, Generalkonsul der Republik Ungarn, in Zusammenarbeit mit dem Ungarischen Institut München und dem Bayerisch-Ungarischen Forum lädt ein zum Ungarischen Nationalfeiertag.

Programm zur Veranstaltung anläßlich des Ungarischen Nationalfeiertages Hochschule für Musik und Theater, Großer Konzertsaal, 18.00 Uhr

Einladung

 

18.00 Uhr

Nationalhymne Ungarns

Begrüßung

Mária Baranyi, Generalkonsul der Republik Ungarn

Grußworte

Eberhard Sinner, Bayerischer Staatsminister für Europapolitik und regionale Angelegenheiten

Prof. Dr. Siegfried Mauser, Rektor der Hochschule für Musik und Theater

Elisabeth Schosser, Stadträtin, Vorsitzende des Bayerisch-Ungarischen Forums

Dr. Zsolt K. Lengyel, Direktor des Ungarischen Instituts München (text der Ansprache)

18.45 Uhr

Konzert

Prof. Ernő Sebestyén (Violine) und Prof. Dr. Siegfried Mauser (Klavier)

Béla Bartók: 1. Rapsodie für Violine und Klavier (1929)

Bartók verwendet originale Volksmelodien, die aus Siebenbürgen, Ungarn und Rumänien stammen. Sie verlieren nichts von ihrem rustikalen Charakter.

1. Satz: „lassú" (langsam)

2. Satz: „friss" (frisch)

Ludwig van Beethoven: Sonate A-Dur op.47 (1803)

Die Sonate wurde dem französischen Virtuosen und Komponisten Rodolphe Kreutzer gewidmet. Ihr immenser konzertanter Zugriff ist auf das Element der „dämonisch" bewunderten Virtuosität zurückzuführen.

1. Satz: Adagio sostenuto

2. Satz: Presto

3. Satz: Andante con variazioni

4. Satz: Pesto

19.45 Uhr

Empfang

Aula der Hochschule für Musik und Theater

Mit der freundlichen Unterstützung von:

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mauser

PROF. DR. SIEGFRIED MAUSER

Prof. Dr. Siegfried Mauser: geboren 1954 in Straubing. Studium an der Musikhochschule München: Klavier bei Rosl Schmid und Alfons Kontarsky. Studium der Musikwissenschaften, der Philosophie und der Kunstgeschichte an den Universitäten München und Salzburg. 1981 Dissertation über „Das expressionistische Musiktheater der Wiener Schule" (Bärenreiter/Bosse) 1981-1983 Dozent für Musikwissenschaft und Klavier an der Musikhochschule München. 1984 Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik Würzburg. 1988-2002 an der Universität Mozarteum Salzburg, dort Gründung eines Forschungsinstituts für musikalische Hermeneutik. Seit 1990 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dort seit 2002 Direktor der Musikabteilung. Seit 2002 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater München, dort ab 01. Oktober 2003 Rektor.

Preise: 1981: Interpretationsstipendium der Stadt München; 1984: Bayerischer Kulturförderpreis; 2001: Preis „Neues Hören", verliehen durch die Sommerakademie der Universität Mozarteum in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen (Erstverleihung).

Zahlreiche Konzerte als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland, u. a. mehrfach bei den Frankfurter Festen, dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival, der Münchner Biennale, den Salzburger Festspielen, sowie in den wichtigen Musik-Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln, Wien, London, Paris und mehrfach in den USA (u.a. in New York, Washington und Los Angeles).

Zusammenarbeit als Solist mit bedeutenden Orchestern, wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Kammerorchester, dem Radiosymphonieorchester Frankfurt, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin u. a.

Schallplatteneinspielungen: Klaviermusik von Claude Debussy, Wolfgang Rihm und Wilhelm Killmayer; Kammermusik von Günter Bialas und Wilhelm Killmayer; Werke für Violoncello (mit Julius Berger) und Klavier von Paul Hindemith; das komplette Klavierwerk von Paul Hindemith, Alexander Zemlinsky und Karl Amadeus Hartmann.

Neben zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themen Musikalische Analyse, Musikästhetik und Musikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ist Siegfried Mauser Herausgeber des „Handbuchs der musikalischen Gattungen", der „Studien zur musikalischen Hermeneutik" (Laaber) und von „Beck Wissen Musik" (C.H. Beck). Jüngste Buchpublikation: „Beethovens Klaviersonaten" (München 2001)

sebestyen

PROF. ERNŐ SEBESTYÉN

Prof. Ernő Sebestyén wurde 1940 in Budapest geboren und begann schon im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel. Er galt als Wunderkind und wurde schon als Neunjähriger Student an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Budapest. Zu seinen Lehrern zählte Zoltan Kodály und Leo Weiner. Mit 23 Jahren wurde Sebestyén erster Konzertmeister des Orchesters der Ungarischen Staatsoper.

Von 1965 bis 1970 lehrte er als Professor an der Franz-Liszt-Musikhochschule Budapest und wurde 1970 erster Konzertmeister des Ungarischen Rundfunk-Sinfonie-Orchesters. 1971-1981 war er an der Deutschen Oper Berlin erster Konzertsmeister und übte eine Lehrtätigkeit an der Hochschule der Künste aus.

Weltweiten Ruf erlangte Sebestyén vor allem als Kammermusiker durch Siege bei renommierten Wettbewerben (Genf 1966, Budapest 1968, München beim ARD-Wettbewerb 1969, Colmar 1972) und mit den nach ihm benannten Streichquartett bzw. Streichtrio.

Seinen internationalen Ruf als Solist bestätigte er in Auftritten mit Violinkonzerten u.a. von Bach, Beethoven, Brahms, Dvorák und Bartók, bei denen er von namhaften Orchestern und Dirigenten begleitet wurde. Neben seiner solistischen Laufbahn leitet er das Kammerorchester der Deutschen Streichersolisten Berlin und seit 1983 ist er künstlerischer Leiter der Philharmonischen Virtuosen Berlin. Von 1980 bis 1991 war er Erster Konzertmeister beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Darüber hinaus ist er Primarius im Katsaris Klavierquintett und im Camerata Slovenica. Im gleichen Zeitraum unterrichtete er seine Violinklasse am Leopold-Mozart Konservatorium in Augsburg. Seit 1988 unterrichtete er an der Musikhochschule in München, zuerst im Rahmen eines Lehrauftrags und von 1990 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2005 als Hauptamtlicher Professor für Violine.

Aus seiner Klasse ging eine nicht unerhebliche Zahl von Studierenden hervor, die heute an den Streicherpositionen großer Sinfonieorchester sitzen.

Ehrungen: Franz-Liszt-Preis, Budapest 1969; Viotti D’oro-Preis, Vercelli 1989; Malteser-Kreuz, Genova 1992; Béla Bartók Medaille, Budapest 1999.

Schallplatteneinspielungen u.a. bei Hungaroton, RCA-Victor, Teldec, Orfeo, Koch-Schwann, NEC, Naxos, Calig-Verlag, Dabringhaus-Grimm, Bayer-Records, Capriccio.