EINLADUNG

„Schöne Geschichte der Fotografie"

 Lesung mit Péter Nádas

 

Zeit, Ort: Donnerstag, 10. Januar 2002, 20.00 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1, 80333 München, Saal/Foyer, III. Stock (U- oder S-Bahn Marienplatz)

Mitveranstalter: Stiftung Literaturhaus, Berlin Verlag und Literaturhandlung (München)

Moderation: Rachel Salamander und Reinhard G. Wittmann

Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas läßt in seiner „Schönen Geschichte der Fotografie" (Berlin Verlag 2001) einen Mann und eine Frau zur gleichen Zeit die Welt fotografieren, die sie nicht miteinander erleben können. Schon auf den ersten Seiten entzieht uns der Autor alle Gewißheiten. Wer spricht? Wer nimmt gerade wen oder was – und wie – durch das Auge einer Kamera wahr? Die Filmnovelle von Nádas ist ein hintergründiges, faszinierendes Spiel in der Manier der Postmoderne, bei dem es um paranoide Verhaltensweisen geht. Sie ist zugleich eine Abrechnung mit dem Geist des gerade zu Ende gegangenen Jahrhunderts.

Die Beziehung von Nádas zu Ungarn und Sándor Márai, dem im Literaturhaus eine Ausstellung gewidmet ist (bis 13. Januar 2002), ist ebenso Thema seiner Münchener Lesung wie sein neues Buch, dem sein Fotoband Valamennyi fény (Budapest: Magvető 1999), dt. Etwas Licht (Göttingen: Steidl 1999), vorausging.

Péter Nádas (geb. 1942 in Budapest) ist – nach früher Ausbildung zum Fotografen und Journalisten – seit 1969 freiberuflich tätig. Diesseits und jenseits der Grenzen ist er vor allem mit seinen Romanen und Erzählungen bekannt geworden; er zählt zu den im Ausland bekanntesten Vertretern der ungarischen Gegenwartsliteratur. Seine Werke werden seit den 1970er Jahren regelmäßig auch in deutscher Übersetzung verlegt. Zur Einführung in sein Werk empfehlenswert: Nádas Péter bibliográfia 1961-1994 (Gesammelt und herausgegeben von György Baranyai und Gabriella Pécsi. Pécs/Zalaegerszeg 1994), eine – reich bebilderte – Biobibliographie mit einer Autobiographie von Nádas (vom Sommer 1980) und einer Auswahl aus seinen im Ausland erschienenen Interviews sowie einer Dokumentation seiner Erfahrungen mit der staatlichen Zensur im Ungarn der 1960er bis 1980er Jahre.

 Eintritt: Euro 6,-- / 4,--

Kartenvorbestellung unter Telefon Literaturhaus:
089 / 29 19 34 27 oder 089 / 2 80 01 35