Ungarisches Institut München / Müncheni Magyar Intézet

 

Internationales Symposium

Hungarica in Bayern

Quellen und Strukturen von Beziehungen zwischen dem süddeutschen 
Raum und dem historischen Ungarn vom 16. bis zum 19. Jahrhundert

Veranstalter:

Ungarisches Institut München e. V.

Széchényi Nationalbibliothek, Budapest

Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V., Heidelberg

 

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft

Amalienstraße 38, 80799 München

Donnerstag und Freitag, 11.-12. November 2004

 

Mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei,

des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst

und des Karl Graf von Spreti Sonderfonds

 

Fotos

 

Biobibliographische Hinweise zu den Referenten

Dr. Meinolf Arens

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ungarischen Institut München. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Donau-Karpatenraumes in Spätmittelalter und Früher Neuzeit; Nationswerdungsprozesse und Identitätsformen bei zahlenmäßig kleinen ethnographischen Gruppen im Donau-Karpatenraum; Neuzeitliche Religionsgeschichte und Glaubenswelten im östlichen Mitteleuropa.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Studienhandbuch östliches Europa. I: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Hg. Harald Roth. Köln [u. a.] 1999 [Mitverfasser]; Habsburg und Siebenbürgen 1600-1605. Gewaltsame Eingliederungsversuche eines ostmitteleuropäischen Fürstentums in einen frühabsolutistischen Reichsverband. Köln [u. a.] 2001; Polnisch-ungarische politische Interferenzen im 16. und 17. Jahrhundert. Eine Skizze. In: Ungarn-Jahrbuch 25 (2000/2001) 35-46; Unter welchen historischen Umständen wurden die Rumänen zur Mehrheit auf dem Boden ihres heutigen Staates? Ergebnisse einer kleinen Konferenz. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 25 (2002) 1, 62-71 [Mitverfasser]; Katholische Ungarn in der Moldau. Eine Minderheit im historischen Kontext einer ethnisch und konfessionell gemischten Region. In: Saeculum 54 (2003) 2, 215-272 [mit Daniel Bein]; Handbuch der historischen Stätten: Siebenbürgen. Hg. Harald Roth. Stuttgart 2003 [Mitverfasser]; Die katholische Kirche in Rumänien unter besonderer Berücksichtigung der Moldauer Csángós. In: FOROST Arbeitspapiere 2003, 18, 35-46; Die vierte ostslawische Nation: Die Russinen. Ein „verspäteter" Nationswerdungsprozeß im östlichen Europa am beginn des 21. Jahrhunderts. In: Südosteuropa im 20. Jahrhundert. Ethnostrukturen, Identitäten, Konflikte. Hgg. Flavius Solomon [u. a.]. Iaşi/Konstanz 2004, 243-254.

 

Dr. András F. Balogh

Dozent an der Eötvös Loránd Universität Budapest, Stiftungsprofessor an der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg (Cluj, Kolozsvár). Forschungsschwerpunkte: ungarische Stoffe in der älteren deutschen Literatur, das Ungarnbild in der älteren deutschen Literatur, literarische Kleinformen nach Erfindung des Buchdrucks, deutsche Literatur in Südosteuropa.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Aspekte der Rezeption des Nibelungenliedes in Ungarn im 19. Jahrhundert. In: Berliner Beiträge zur Hungarologie 8 (1995) 77-85; Der „Klingsor"-Kreis und die Schriftsteller der „Erdélyi Helikon"-Gesellschaft: Literarische Annäherungsversuche in der Zwischenkriegszeit? In: Deutsche Literatur im Donau-Karpatenraum (1918-1996). Regionale Modelle und Konzepte in Zeiten des politischen Wandels. Hg. Horst Fassel. Tübingen 1997, 49-58; Fremdbilder in den deutschen Literaturen des Karpatenbeckens im Vorfeld der Revolution von 1848. In: Lenau-Jahrbuch 25 (1999) 107-116; „Als der Turck [...] hin und her weberte..." Deutsche Flugschriften des frühen 16. Jahrhunderts über Ostmittel-Europa. Das Beispiel des Textes VD 16: T 2239. In: „swer sînen vriunt behaltet, daz ist lobelîch". Festschrift für András Vizkelety zum 70. Geburtstag. Hgg. Márta Nagy [u. a.]. Piliscsaba/Budapest 2001, 247-252; Die Flugschriften vom Anfang des 16. Jahrhunderts als Vermittlungsmedien. Eine statistische und inhaltsbezogene Bestandsaufnahme. In: Sprache(n) und Literatur(en) in Kontakt. Hg. Maria Barota [u. a.]. Szombathely 2002, 319-329; Informationsfluss und Textproduktion. Die Ungarnbezüge der deutschen Flugschriften des frühen 16. Jahrhunderts. In: Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000. Hg. Peter Wiesinger. 5: Mediävistik und Kulturwissenschaften, Mediävistik und Neue Philologie. Bern [u. a.] 2002, 189-194; Ungarn als Grenzgebiet in der deutschen Literatur um 1200. In: Literatur und Kultur in Grenzräumen. Hgg. Tanja Lange [u. a.]. Frankfurt am Main 2002, 25-34; Allgemeine und literarische Stereotype: die Deutschen in Ungarn im 20. Jahrhundert. In: Zwischen Utopie und Realität. Deutsch-ungarische Literaturbeziehungen im Wandel. Hgg. Horst Fassel [u. a.]. Budapest 2001, 107-117; Deutschland und die Änderungen in der Kultur Ungarns. In: Brücke zu einem vereinten Europa. Literatur, Werte und Europäische Identität. Hgg. Birgit Lermen [u. a.]. Prag 2003, 239-252; Güns – die theologische, moralische, militärische, nationale und sprachliche Grenze im Spiegel der deutschsprachigen Flugschriften aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In: Deutsche Sprache und Kultur, Literatur und Presse in Westungarn/Burgenland. Hgg. Wynfrid Kriegleder, Andrea Seidler. Bremen 2004, 149-160; Deutschsprachige Literatur in Ungarn – deutsche oder ungarische Literatur? In: Deutsche in Ungarn – Ungarn und Deutsche. Interdisziplinäre Zugänge. Hgg. Frank Almai, Ulrich Fröschle. Dresden 2004, 157-179.

 

Prof. Dr. Markus A. Denzel

Inhaber des Lehrstuhls für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Leipzig.

Ausgewählte Veröffentlichungen aus seinen Forschungsschwerpunkten: Kurialer Zahlungsverkehr im 13. und 14. Jahrhundert. Servitien- und Annatenzahlungen aus dem Bistum Bamberg, Stuttgart 1991; Die Integration Deutschlands in das internationale Zahlungsverkehrssystem im 17. und 18. Jahrhundert, in: Wirtschaftliche und soziale Integration in historischer Sicht. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Marburg 1995, hrsg. v. E. Schremmer, Stuttgart 1996, 58-109; Die Integration ostmittel-, ost- und südosteuropäischer Städte in die internationalen Zahlungsverkehrsverbindungen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, in: Südost-Forschungen 55, 1996, 45-73; Das kurbaierische Grenzland zu Böhmen. Gewerbestruktur und Handelsbeziehungen im ausgehenden 18. Jahrhundert, in: Prager Wirtschafts- und Sozialhistorische Mitteilungen 3, 1996, 113-124; „La Practica della Cambiatura". Europäischer Zahlungsverkehr vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, Stuttgart 1994; Der Preiskurant des Handelshauses Pelloutier & Cie aus Nantes (1763-1793), Stuttgart 1997; Nahrungs- und Genußmittelgewerbe im Kurfürstentum Baiern (1771-1805), in: Wirtschaftsstruktur und Ernährungslage 1770-1870. Anthropometrische, gewerbe- und agrarstatistische Forschungsansätze. Beiträge zum 1. Ernährungshistorischen Kolloquium im Landkreis Kulmbach 1996, hrsg. v. J. Baten / M. A. Denzel, St. Katharinen 1997, 21-55; Statistik und Landesbeschreibung im Kurfürstentum und Königreich Baiern am Beispiel des Landgerichts Tölz (1771-1812), in: Struktur und Dimension. Festschrift für Karl Heinrich Kaufhold zum 65. Geburtstag, hrsg. v. H.-J. Gerhard, Stuttgart 1997, Bd. 1: Mittelalter und Frühe Neuzeit, 445-488; Professionen und Professionisten. Die Dachsbergsche Volksbeschreibung im Kurfürstentum Baiern (1771-1781). Stuttgart 1998; Die Integration Ungarns in das internationale bargeldlose Zahlungsverkehrssystem vom 19. Jahrhundert bis zur Zwischenkriegszeit, in: Scripta Mercaturae 32/2, 1998, 1-19; Kaufmannshandbücher als Quellengattung zur europäischen Überseegeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert, in: Überseegeschichte – Beiträge der jüngeren Forschung. Festschrift anläßlich der Gründung der Forschungsstiftung für vergleichende europäische Überseegeschichte 1999 in Bamberg, hrsg. v. Th. Beck u. a., Stuttgart 1999, 120-136; Wechselplätze als territoriale Enklaven an der europäischen Peripherie: Von der Anbindung zur Integration von Finanzmärkten im System des bargeldlosen Zahlungsverkehrs (Spätmittelalter bis beginnendes 20. Jahrhundert), in: H. Zwahr / U. Schirmer / H. Steinführer (Hrsg.), Leipzig, Mitteldeutschland und Europa. Festgabe für Manfred Straube und Manfred Unger zum 70. Geburtstag, Beucha 2000, 545-560; Eine Handelspraktik aus dem Hause Fugger (erste Hälfte des 16. Jahrhunderts). Ein Werkstattbericht, in: Kaufmannsbücher und Handelspraktiken vom Spätmittelalter bis zum beginnenden 20. Jahrhundert / Merchant’s Books and Mercantile Pratiche from the Late Middle Ages to the Beginning of the 20th Century, hrsg. v. M. A. Denzel / J.-Cl. Hocquet / H. Witthöft, Stuttgart 2002, 125-152; Konjunkturgeschichte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, in: G. Schulz u.a. (Hrsg.), Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Arbeitsgebiete – Probleme – Perspektiven. 100 Jahre Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Stuttgart 2004, 191-215.

 

Dr. Horst Fassel

Geschäftsführer des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen, Honorarprofessor der Babeş-Bolyai-Universität, Klausenburg (Cluj, Kolozsvár). Forschungsschwerpunkte: Theaterwissenschaft (Geschichte des deutschen Theaters im Ausland); Literaturwissenschaft (Deutsche Regionalliteraturen in Südosteuropa); Komparatistik (Imagologie, Literaturbeziehungen); Wissenschaftsgeschichte Germanistik (Germanistik in Südosteuropa).

Ausgewählte Veröffentlichungen: Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis 1770. I-II. Jassy 1978; Die deutsche Reisebeschreibung und ihre Form in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Iaşi 1983; Eine Sonderform kultureller Kommunikation. Anmerkungen zu Methodenfragen der Komparatistik. In: Anuarul Institutului de istorie şi arheologie „A. D. Xenopol“ 20 (1983) 1-17; Deutsches Staatstheater Temeswar (1953-1993): Entwicklungsmöglichkeiten einer Kultureinrichtung der deutschen Minderheit in Rumänien. Freiburg/Breisgau 1993; Aspekte einer geschichtlichen Kontinuität. Gruppenselbstverständnis in ein- und mehrsprachigen Periodika in Rumänien. In: Methodologische und literarhistorische Studien zur deutschen Literatur Ostmittel- und Südosteuropas. Hg. Anton Schwob. München 1994, 123-140; Rumänische Nationalliteratur und deutsche Regionalliteratur in Siebenbürgen: Standortwechsel nach 1989. In: La Transylvanie dans la Roumanie post-communiste. Ed. Patrice Neau. Nantes 1999, 185-222; Ein deutsches Theater im vielsprachigen Umfeld: das Beispiel Orawitza. Freiburg/Breisgau 1996; Ansätze zur Moderne in den deutschen Regionalliteraturen im Königreich Ungarn. In: Aufbruch in die Moderne. Wechselbeziehungen und Kontroversen in der deutschsprachigen Literatur um die Jahrhundertwende im Donauraum. München 2000, 33-47; Das Ungarnbild von Lenau und Graf Alexander von Württemberg. In: Europäische und regionale Bezugssysteme im Spiegel von Lenaus Dichtung. Tübingen 2002, 47-65; Deutsche und rumänische Regionalliteratur in Siebenbürgen und im Banat. Wechselbeziehungen und/oder Abgrenzungen. In: Deutsche Regionalliteratur im Banat und in Siebenbürgen im Vielvölkerraum. Hg. Horst Fassel. Klausenburg 2003, 15-28; Die enzyklopädische Donaubeschreibung: ein Typus und seine Entwicklung vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Belgrad-Bilder in festem Rahmen. In: Belgrad u delima ewropskij putopisaza. Hg. Dorde Kostic: Beograd 2003, 101-124; Hugo Meltzl von Lomnitz (1846-1908): Zum Verhältnis Regional- und Nationalliteratur. Das Beispiel rumänische Regionalliteratur in Siebenbürgen und im Banat. In: Limba şi literatura română în spaţiul etnocultural dacoromânesc şi în diaspora. Hgg. Ofelia Ichim, Florin-Teodor Olariu. Iaşi 2003, 334-341.

 

Dr. Márta Fata

Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen und Lehrbeauftragte der Universität Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Historische Migration und deutsch-ungarische historische Beziehungen in der Neuzeit.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Einwanderung und Ansiedlung der Deutschen (1686-1790). In: Günter Schödl (Hg.): Land an der Donau. Berlin 1995, 90-196; Von der Ansiedlung zur Auswanderung. Ein Beitrag zur sozialhistorischen Erforschung der Migration der Deutschen in Südosttransdanubien im 18. und 19. Jahrhundert. In: Dies.: (Hg.): Die Schwäbische Türkei. Lebensformen der Ethnien in Südwestungarn. Sigmaringen 1997, 15-42; Die Integration deutscher Einwanderer im ländlichen Ungarn in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Ernő Eperjessy [u. a.] (Hg.): Az együttélés évezrede a Kárpát-medencében. Békéscsaba/Debrecen 1998, 411-420; Aus dem Steinlachtal nach Siebenbürgen. Die letzte organisierte deutsche Auswanderung in den habsburgischen Südosten im Spannungsfeld von Anpassung und Beharrung. In: Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde 41(1998) 1-21; Parallelen und Unterschiede zwischen der deutschen Landesgeschichte und der ungarischen Lokalgeschichte. In: Werner Buchholz (Hg.): Landesgeschichte in Deutschland. Bestandsaufnahme – Analyse – Perspektiven. Paderborn [u. a.] 1998, 399-420; Zur Entstehung und Funktion der Ratgeber-Literatur zur Zeit der württembergischen Auswanderung nach Siebenbürgen um die Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Horst Fassel (Hg.): Kulturdialog und akzeptierte Vielfalt? Rumänien und rumänische Sprachgebiete nach 1918. Stuttgart 1999, 147-166; Rudolf Hartmann. Das Auge des Volkskundlers. Fotowanderfahrten in Ungarn im Spannungsfeld von Sprachinselforschung und Interethnik. Tübingen 1999; Ungarn, das Reich der Stephanskrone, im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung. Multiethnizität, Land und Konfession 1500 bis 1700. Münster 2000; Elemér Mályusz und die Begründung der modernen ungarischen Lokalgeschichte. In: Horst Fassel / Christoph Waack (Hg.): Regionen im östlichen Europa – Kontinuitäten, Zäsuren und Perspektiven. Festschrift für Horst Förster. Tübingen 2000, 225-233; „Das längere geschäftslose Herumtreiben hab ich satt". Typologie der deutsch-ungarischen Migrationsbeziehungen im 19. Jahrhundert. In: Maria Erb [u. a.] (Hg.): „und Thut ein Gnügen Seinem Ambt". Festschrift für Karl Manherz. Budapest 2002, 491-503; Die volkskundliche Erforschung der Ungarndeutschen vor dem politisch-ideologischen Hintergrund der Zeit zwischen 1918-1945. In: Frank Almai / Ulrich Fröschle (Hg.): Deutsche in Ungarn – Ungarn und Deutsche. Interdisziplinäre Zugänge. Dresden 2004, 107-133.

 

Dr. Gizella Hoffmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Szeged und an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkte: alte ungarische Literatur, Hungarica.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Peregrinuslevelek 1711-1750. Külföldön tanuló diákok levelei Teleki Sándornak. Szeged 1980; Literátor-politikusok levelei Jenei Ferenc gyűjtéséből, 1566-1623. Budapest/Szeged 1981; Medicusi és borbélyi mesterség. Régi magyar ember- és állatorvosló könyvek Radvánszky Béla gyűjtéséből. Budapest 1989; Christoph Besold: De verae philosophiae fundamento discursus. In: Művelődési törekvések a korai újkorban. Tanulmányok Keserű Bálint tiszteletére. Szeged 1997, 171-182.

 

Dr. Zsolt K. Lengyel

Direktor des Ungarischen Instituts München. Forschungsschwerpunkte: Geschichte Ungarns, Rumäniens, Siebenbürgens, des Habsburgerreiches und Österreich-Ungarns (zeitlicher Schwerpunkt: 19. und 20. Jahrhundert); Politische und Verwaltungssysteme, internationale Beziehungen, interethnische Beziehungen, Minderheitenfrage, politische Theorien; Geschichte und Entwicklungsperspektiven der Ungarnkunde (Hungarologie) als interdisziplinäre Regionalwissenschaft.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Das neue Osteuropa von A-Z. Staaten, Völker, Minderheiten, Religionen, Kulturen, Sprachen, Literaturen, Geschichte, Politik, Wirtschaft, neueste Entwicklungen in Ost- und Südosteuropa. Hg. Peter Rehder. München 1992, 21993 [Mitverfasser]; Auf der Suche nach dem Kompromiß. Ursprünge und Gestalten des frühen Transsilvanismus 1918-1928. München 1993; Hungarologie und Ungarn-Bild in Deutschland. Politische, methodische und organisatorische Probleme nach 1990. In: Das Ungarnbild in Deutschland und das Deutschlandbild in Ungarn. Hg. Holger Fischer. München 1996, 75-95; Österreichischer Neoabsolutismus in Ungarn. Grundlinien, Probleme und Perspektiven der historischen Forschung über die Bach-Ära. In: Südost-Forschungen 56 (1997) 213-278; Neoabsolutismus-Probleme. Verwaltungsgeschichtliche Aspekte zum Fall Ungarn. In: Levéltári közlemények 70 (1999) 79-105; Ungarn. In: Studienhandbuch Östliches Europa. I: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Hg. Harald Roth. Köln [u. a.] 1999, 409-430 [mit Ralf Thomas Göllner, Joachim von Puttkamer]; Bayern – Ungarn. Tausend Jahre / Bajorország és Magyarország 1000 éve. Hgg. Wolfgang Jahn [u. a.]. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2001. Augsburg 2001 [Mitverfasser]; Politisches System und Minderheiten in Rumänien 1918-1989. Abriß über die inneren Integrationsprobleme des politischen und nationalen Unitarismus am Beispiel der Deutschen und Magyaren. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 24 (2001) 2, 190-212; Bayern und Ungarn im 19. und 20. Jahrhundert. Ein historischer Abriß aus Anlaß der Bayerischen Landesausstellung 2001. In: Münchener Forschungen zur Geschichte Ost- und Südosteuropas. Werkstattberichte. Hgg. Hermann Beyer-Thoma, Olivia Griese, Zsolt K. Lengyel. Neuried 2002, 135-160; Von der Porta Speciosa in Gran zur Wölfin von Klausenburg. Eine thematische Geschichte des Ungarischen Instituts München 1962-2002. In: Ungarn-Jahrbuch 26 (2002/2003) 301-340; „Keleti Svájc" és Erdély 1918/1919. A nagyromán állameszme magyar alternatíváinak történetéhez [I-II]. In: Korunk [3.] 15 (2004) 1, 109-113; 2, 76-85.

 

Dr. Péter Ötvös

Dozent am Lehrstuhl für alte ungarische Literatur der Universität Szeged. Forschungsschwerpunkte: Bildungsprogramme im Ungarn des 17. Jahrhunderts, Lesestoffe des Adels im 17. und 18. Jahrhundert, die rhetorischen Traditionen der ungarischen Dichtung des Barock.

Ausgewählte Veröffentlichungen: „...hoc tempore zu gratificiern ..." Ein handschriftlicher Discurs über die Verfolgung der Lutheraner aus dem 17. Jahrhundert. In: Jahrbuch der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich, 95.Jahrgang (1979) 36-43; Eine Magnatenbibliothek aus dem Jahre 1772. In: Vermittlung und Rezeption. Beiträge zu den geistesgeschichtlichen Berührungen in der Aufklärungszeit. Hg. Bodo Fehlig. Frankfurt am Main 1987, 89-104; Die popularphilosophische Rezeption der Wiener Aufklärung in Ungarn am Ende des 18. Jahrhunderts. In: A magyar nyelv és kultúra a Duna völgyében. Die ungarische Sprache und Kultur im Donauraum. I. Budapest/Wien 1989, 101-105; Das deutsche Trauerlied in Ungarn und seine rhetorisch-poetische Tradition. In: Frühneuzeit-Info 2 (1991) 2, 75-79; Begräbnisruhm eines Fürsten. Ein Lied über den Tod von Karl Batthyany. In: Das achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts 6 (1990/1991) 144-150; „...und was ihr werdet, sollt ihr in Wahrheit und Menschlichkeit werden". Die Lebenslehre des Grafen Sámuel Gyulai für seine Kinder. In: Ex libris et manuscriptis. Budapest/Wien 1994, 217-261; „Khomb auß Hungern her“. Ausztriai paszkvillus a hosszú háború idejéből. In: Tarnai Andor emlékkönyv. Hg. Gábor Kecskeméti. Budapest 1996, 201-215; Klage und Hoffnung. Vom Fremd- und Eigenbild der ungarischen Nation. In: Das achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts 12 (1997) 103-108; Aktualisierung alter Klischees. Die Ungarn auf der Völkertafel. In: Europäischer Völkerspiegel. Imagologisch-ethnographische Studien zu den Völkertafeln des frühen 18. Jahrhunderts. Hg. Franz K. Stanzel. Heidelberg 1999, 265-282; Der Wiener Frieden und der Bischof von Wien. In: Reformation und Gegenreformation im Pannonischen Raum. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 102 (1999) 19-26; Preußens christliche Lieder in der unitarischen Gemeinde von Klausenburg. Bemerkungen zu dem Thema Unitarier und Spiritualisten in Siebenbürgen. In: György Enyedi and Central European Unitarianism in the 16-17th Centuries. Studia Humanitatis 11 (2000) 259-268; Martin Opitzens kleine Welt in Siebenbürgen. In: Die oberschlesische Literaturlandschaft im 17. Jahrhundert. Hg. Gerhard Koselleck. Bielefeld 2001, 205-220; Selbstverteidigung, Selbstzitat und Selbstzensur bei Martin Opitz. In: „swer sînen vriunt behaltet, daz ist lobelîch". Festschrift für András Vizkelety zum 70. Geburtstag. Hg. Márta Nagy [u. a.]. Piliscsaba/Budapest 2001, 303-307; Deutschlernen in Preßburg. In: Deutsche Sprache und Kultur im Raum Preßburg. Hg. Wynfrid Kriegleder [u. a.]. Bremen 2002, 17-26.

 

Dr. Harald Roth

Wissenschaftlicher Leiter des vom Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V. Heidelberg getragenen Siebenbürgen-Instituts an der Universität Heidelberg.

Ausgewählte Buchveröffentlichungen aus seinen Forschungsschwerpunkten: Der „Deutsch-sächsische Nationalrat" für Siebenbürgen 1918/1919. München 1993; Politische Strukturen und Strömungen bei den Siebenbürger Sachsen 1919-1933. Köln [u. a.] 1994; Studienhandbuch Östliches Europa. I: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Köln [u. a.] 1999 [Hg., Mitverfasser]; Kleine Geschichte Siebenbürgens. Köln [u. a.] 1996, 22003; Handbuch der historischen Stätten: Siebenbürgen. Stuttgart 2003 [Hg., Mitverfasser].

 

Prof. Dr. Winfried Schulze

Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der frühen Neuzeit der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ausgewählte Buchveröffentlichungen aus seinen Forschungsschwerpunkten: Landesdefension und Staatsbildung. Studien zum Kriegswesen des innerösterreichischen Territorialstaates (1564-1619). Wien [u. a.] 1973; Soziologie und Geschichtswissenschaft. Einführung in die Probleme der Kooperation beider Wissenschaften. München 1974; Reich und Türkengefahr im späten 16. Jahrhundert. Studien zu den politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer äußeren Bedrohung. München 1978; Bäuerlicher Widerstand und feudale Herrschaft in der frühen Neuzeit. Stuttgart/Bad Cannstatt 1980; Einführung in die Neuere Geschichte. Stuttgart 1987, 42002; Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert, 1500-1618. Frankfurt am Main 1987; Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945. München 1989; Der 14. Juli 1789. Biographie eines Tages. Stuttgart 21989; Reichskammergericht und Reichsfinanzverwaltung im 16. und 17. Jahrhundert. Wetzlar 1989; Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 1920-1995. Berlin 1995.

 

Prof. Dr. András Szabó

Professor für ungarische Sprache und ungarische alte Literatur an der Gáspár Károli Universität Budapest und an der János Selye Universität Komarno (Révkomárom, Slowakei). Forschungsschwerpunkte: Literatur der Reformation, Literatur-, Kirchen- und Bildungsgeschichte im Späthumanismus sowie von der zweiten Hälfte des 16. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen zwischen dem deutschsprachigen Raum und Ungarn.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Károlyi Gáspár (1530 k.-1591). Budapest 1984; Johann Jakob Grynaeus magyar kapcsolatai. Hg. –. Szeged 1989; Lukács Egri. In: Ungarländische Antitrinitarier (Tamás Arany, István Basilius, István Csázmai, Lukács Egri, Elias Gczmidele). Baden-Baden/Bouxviller 1990, 127-150; Die soziale Struktur der Universitätsstudentenschaft im Spiegel der ungarischen Studenten zu Wittenberg. In: Sozialgeschichtliche Fragestellungen in der Renaissanceforschung. Hgg. August Buck, Tibor Klaniczay. Wiesbaden 1992, 41-48; Magyarok Wittenbergben 1555-1592. In: Régi és új peregrináció. Magyarok külföldön, külföldiek Magyarországon. Hgg. Imre Békési [u. a.]. II. Budapest/Szeged 1993, 626-638; Balassi Bálint és öccse Nürnbergben (1565-1577). In: Irodalomtörténeti Közlemények 101 (1997) 64-71; Zeitgeschichte und Öffentlichkeit im 16. Jahrhundert (Der Fall von Ferenc Forgách). In: Freiheitsstufen der Literaturverbreitung. Zensurfragen, verbotene und verfolgte Bücher. Hgg. József Jankovics, Katalin S. Németh. Wiesbaden 1998, 37-48; Respublica litteraria. Irodalom- és művelődéstörténeti tanulmányok a késő humanizmus koráról. Budapest 1999; Iter Germanicum. Deutschland und die Ungarländische Reformierte Kirche im 16-17. Jahrhundert. Hg. –. Budapest 1999; Andreas Dudithius: Epistolae. Pars III. 1574. Editae curantibus Lecho Szczucki et Tiburtio Szepessy. Ediderunt –, Susanna Kovács, Maria Maciejewska. Commentariis instruxit Halina Kowalska. Budapest 2000; Oberschlesien und Ungarn. Humanistische Beziehungen um 1600. In: Oberschlesische Dichter und Gelehrte vom Humanismus bis zum Barock. Hg. Gerhard Kosellek. Bielefeld 2000, 255-265; Die Türkenfrage in der Geschichtsauffassung der ungarischen Reformation. In: Europa und die Türken in der Renaissance. Hgg. Bodo Guthmüller, Wilhelm Kühlmann. Tübingen 2002, 275-281; Liebeslyrik und Ehegedichte ungarischer Dichter. Am Beispiel des István Miskolci Csulyak. In: Der Mythos von Amor und Psyche in der europäischen Renaissance. Hg. József Jankovics, Katalin S. Németh. Budapest 2002, 151-158; Szenci Molnár Albert naplója. Hg. –. Budapest 2003; A késő humanizmus irodalma Sárospatakon 1558-1598. Debrecen 2004.

 

Julia Richers, Lic. phil.

Wissenschaftliche Assistentin und Doktorandin am Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte der Universität Basel. Promotionsthema: „Der Wandel jüdischer Lebenswelten im Budapest des 19. Jahrhunderts".

Ausgewählte Veröffentlichungen: „Merely charitable robbery"? The Range of Activity of the Pest Jewish Women’s Association (1866-1943). In: The Jewess. Ed. Zsuzsanna Toronyi. Budapest 2002, 63-72; John Keats’s Odes and Masculinities. In: Masculinities – Maskulinitäten. Mythos – Realität – Repräsentation – Rollendruck. Hg. Therese Steffen. Stuttgart/Weimar 2002, 209-227; Die Metropole als Nekropole: Totenkult zwischen Brauchtum und Politbüro. In: Moskau. Menschen – Mythen – Orte. Hgg. Monica Rüthers, Carmen Scheide. Köln [u. a.] 2003, 102-111; Ein Schtetl an der Moskwa? – Auf den jüdischen Spuren Moskaus. In: Moskau. Menschen –Mythen –Orte. Hgg. Monica Rüthers, Carmen Scheide. Köln [u. a.] 2003, 83-91; A Ganz birodalom fénykora és alkonya. In: A budapesti barnaövezet megújulási esélyei. Hg. Györgyi Barta. Budapest 2004 [Mitverfasserin]; Geschichte – Kultur – Methode: Kulturwissenschaftliche Ansätze am Historischen Seminar Basel. In: Materiały pokonferencyjne z sesji polskoszwajcarskiej, Kraków-Bazylea 1998-1999. Hg. Krzysztof Baczkowski. Kraków 2004, 59-67.

 

Dipl.-Bibl. Lioba Tafferner

Referentin für Ungarn (Bestandsaufbau und Erschließung der Literatur aus Ungarn) sowie für Bücher in armenischer und georgischer Sprache in der Orientabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München.

Veröffentlichungen: Der Bestand an Hungarica in der Bayerischen Staatsbibliothek München. In: 19. ABDOSD-Tagung, Budapest 11.-14. Juni 1990. Referate und Beiträge. Berlin 1990, 63-67; Einiges über armenische Buchbestände in deutschen Bibliotheken. In: Armenisch-deutsche Korrespondenz Nr. 75, März 1992, 33-47 [Mitverfasserin]; Die „Bibliothek Merzbacher" in der Bayerischen Staatsbibliothek. In: Bibliotheksforum Bayern 25 (1997) 3, 283-291; Armenische Buchmalerei. In: Wertvolle orientalische Handschriften und seltene Drucke der Bayerischen Staatsbibliothek [Ausstellungskatalog]. Red. Helga Rebhan. München: BSB 2004, 23-26.

 

Seiten zuletzt aktualisiert am: 10.1.2005

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