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Einladung zum Internationalen Symposium
Bavarica in Ungarn
Quellen und Strukturen der Kulturvermittlung von Bayern ins
historische Ungarn vom 17. bis zum 19. Jahrhundert
Veranstalter:
Ungarisches Institut München e. V.
Széchényi Nationalbibliothek, Budapest
Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.
V., Heidelberg
Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft
Amalienstraße 38, 80799 München
Donnerstag und Freitag, 13.-14. November 2003
Mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen
Staatskanzlei
und des Bayerischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Forschung und Kunst
Programm
(Stand: 13. Oktober 2003)
Biographien
der Referenten
Teilnehmerliste
Fotos der
Veranstaltung
Vorbemerkung
Bayern und Ungarn büßten im Hoch- und Spätmittelalter
infolge der allmählichen Ausdehnung der späteren österreichischen Erbländer
ihre vormals unmittelbare Grenznachbarschaft ein. Dennoch pflegten sie
auch danach enge kulturelle, wirtschaftliche und politische Verbindungen
zueinander. Das Haus Habsburg, das mit seiner staatlichen Begründung von
1278 an die anfängliche bayerisch-ungarische Grenzlage aufgehoben hatte,
spielte eine vielfach mitbestimmende Rolle in diesem Dreierfeld der
Beziehungen vom süddeutschen bis zum Karpatenraum. In der aktiven
Teilnahme zahlreicher Kontingente des fränkischen und des bayerischen
Reichskreises am großen Türkenkrieg (1682-1699) erreichten die
bayerisch-ungarischen Verflechtungen einen Höhepunkt. Die politisch-militärischen
Elemente blieben ihnen in den nachfolgenden anderthalb Jahrhunderten
erhalten. Gleichwohl streckten sie sich auf den Bereich der Kultur aus,
den wirtschaftlich verursachte Einwanderungen vor allem aus dem mainfränkischen
Bayern in die Länder der heiligen Stephanskrone mit belebten.
Das Symposium stellt in fünf Blöcken neue
Grundlagenforschungen zum kulturellen Aspekt der von Bayern nach Ungarn
weisenden Verbindungswege vor. Dabei zieht es deren politisch-militärische
sowie sozial- und rechtsgeschichtliche Dimension in Betracht und erörtert
Fragen der Erschließung von Quellenbeständen bayerischer Provenienz auf
dem Gebiet des Ziellandes. In einem weiteren Teil werden zwei
deutschsprachige Neuerscheinungen zu breiteren Zusammenhängen der
Gesamtthematik vorgestellt.
Dieses Veranstaltungsprojekt beruht konzeptionell und
organisatorisch auf Kooperationsverträgen zwischen dem Ungarischen
Institut München und den Mitveranstaltern sowie zwischen dem Münchener
und dem Budapester Veranstalter und der Bayerischen Staatsbibliothek München.
Es wird von der Bayerisch-Ungarischen Gemischten Regierungskommission im
Rahmen der Vereinbarungen über Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
ungarnkundlichen Forschung, Lehre und Dokumentation gefördert. Die
Veranstalter planen, 2004 auf einem ähnlich strukturierten Münchener
Symposium das gleiche Ziel in umgekehrter Richtung, also anhand von Hungarica
in Bayern zu verfolgen.
Die Veranstalter München / Budapest /
Heidelberg, im Oktober 2003
Donnerstag, 13. November 2003
09.00 Begrüßung und Einführung
Dr. Zsolt K. Lengyel (Ungarisches Institut München) – Dr. István
Monok (Széchényi Nationalbibliothek) – Dr. Harald Roth (Arbeitskreis für
Siebenbürgische Landeskunde)
I. Zum Historisch-militärischen Hintergrund
Moderation: Dr. Zsolt K. Lengyel (Ungarisches
Institut München)
9.15 Bayern und Ungarn im 18. Jahrhundert
Vortrag Prof. Dr. Alois Schmid (Historisches Seminar der
Ludwig-Maximilians-Universität, Abteilung für Bayerische Geschichte, München)
9.45 Die Beteiligung Kurbayerns und der Truppen des fränkischen
Reichskreises am „großen Türkenkrieg" 1683-1699
Vortrag Prof. Dr. János J. Varga (Geschichtswissenschaftliches
Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest)
10.15 Diskussion
10.30 Kaffeepause
II. Einwanderungen
Moderation: Dr. Péter Ötvös (Lehrstuhl für Ältere
Ungarische Literatur, Universität Szeged)
11.00 Exilanten aus der Oberpfalz am Hofe der Batthyány
1620-1629
Vortrag Dr. István Monok (Széchényi Nationalbibliothek, Budapest)
11.30 Fränkische, oberösterreichische und zipserische
Kolonisten in den Komitaten Bereg, Máramaros, Ung und Zemplén im 18.-19.
Jahrhundert
Vortrag Dr. Meinolf Arens (Ungarisches Institut München)
12.00 Diskussion
12.30 Mittagspause
III. Geistige Impulse
Moderation: Dr. Meinolf Arens (Ungarisches Institut
München)
15.00 Verfolgte, geduldete und empfohlene Lesestoffe in
einem katholischen Lande
Vortrag Dr. Péter Ötvös (Lehrstuhl für Ältere Ungarische
Literatur, Universität Szeged)
15.30 Bayerische Lesestoffe bei den Siebenbürger
Sachsen
Vortrag Dr. des. Attila Verók (Lehrstuhl für Ältere Ungarische
Literatur, Universität Szeged)
16.00 Maria zwischen den Fronten. Bayerische Einflüsse
auf die Pietas Austriacae und die ungarische Eigentradition
Vortrag PD Dr. habil. Stefan Samerski (Geisteswissenschaftliches
Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Leipzig)
16.30 Diskussion
17.00 Kaffeepause
IV. BUCHPRÄSENTATIONEN
17.30 Gábor Varga: Ungarn und das Reich vom 10.
bis zum 13. Jahrhundert. Das Herrscherhaus der Árpáden zwischen
Anlehnung und Emanzipation. München: Verlag Ungarisches Institut 2003 [Studia
Hungarica 49].
18.00 Handbuch der historischen Stätten: Siebenbürgen.
Hg. Harald Roth. Stuttgart: Kröner 2003 [KTA 330].
Anschließend kleiner Umtrunk
Freitag, 14. November 2003
V. BUCHGESCHICHTEN
Moderation: Dr. István Monok (Széchényi
Nationalbibliothek, Budapest)
09.00 Bayerische Buchhändler als Erneuerer des ungarländischen
Buchhandels
Vortrag Dr. Ilona Pavercsik (Széchényi Nationalbibliothek, Budapest)
09.30 Die Nürnberger Druckerfamilie Endter und ihre
Beziehungen zu „religiösen Schwärmern" in den 1630er Jahren
Vortrag Dr. Noémi Viskolcz (Lehrstuhl für Ältere Ungarische
Literatur, Universität Szeged)
10.00 Diskussion
10.30 Kaffeepause
VI. Forschungsaspekte
Moderation: Dr. Harald Roth (Arbeitskreis für
Siebenbürgische Landeskunde, Gundelsheim/Neckar)
11.00 Bavarica in Siebenbürgen unter besonderer Berücksichtigung
des 19. Jahrhunderts
Vortrag Dr. Vasile Ciobanu (Institut für Gesellschaftswissenschaften
der Rumänischen Akademie der Wissenschaften, Hermannstadt)
11.30 Bayern als Modell für die ungarische
Rechtsentwicklung in der Neuzeit
Dr. Katalin Gönczi (Max Planck Institut für Europäische
Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main)
12.00 Zusammenfassung des Symposiums mit Abschlußdiskussion
Moderation: Dr. Meinolf Arens (Ungarisches Institut
München)
13.00 Ende des Symposiums
Organisatorische Hinweise
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Der Tagungsort ist mit öffentlichen
Verkehrsmitteln wie folgt zu erreichen: U3 oder 6 Universität ®
Schellingsstraße ® Amalienstraße (5-10
Minuten Fußweg). Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.
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Verbindliche Anmeldungen als Brief, Fax oder E-mail
anhand des beiliegenden Rückmeldebogens bis spätestens 27. Oktober
2003. Sie werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bis zur Höhe der
zulässigen Teilnehmerzahl (max. 50 Personen) registriert.
Interessenten, deren Anmeldung aus räumlichen Kapazitätsgründen
leider nicht berücksichtigt werden kann, erhalten hierüber
schriftliche Mitteilung.
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Fahrt- und Übernachtungskosten können nicht
erstattet werden. Die Pausenbewirtungen und der Umtrunk nach den
Buchpräsentationen sind unentgeltlich. Teilnahmegebühren werden
nicht erhoben. Für Personen- und Sachschäden bei der An- und Abreise
sowie während der Tagung übernehmen die Veranstalter keinerlei
Haftung.
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Zu eventuellen Programmänderungen siehe http://www.ungarisches-institut.de.
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Rückfragen nimmt die Tagungsleitung entgegen: Dr.
Lengyel / Krisztina Busa, M. A., UIM, Beichstr. 3, 80752 München,
Telefon [+49] 089/348171, Fax [+49] 089/391941, E-mail: uim@lrz.uni-muenchen.de.
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