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EINLADUNG
Lesung Sándor Kányádi
(ungarisch / deutsch)
Zeit, Ort: Dienstag, 12. Dezember
2000, 20.00 Uhr, Bayerische Staatsbibliothek, Sitzungssaal, 1. Stock
links, Ludwigstraße 16, 80539 München (U3 und U6, Odeonsplatz oder
Universität)
Veranstaltungspartner: Lyrik
Kabinett e. V., München / Institut für Finnougristik der
Ludwig-Maximilians-Universität München
Einführung und Moderation: Mária
Kelemen, M. A. (Institut für Finnougristik der LMU)
Die deutschen Fassungen liest: Helga
Roloff
Sándor Kányádi (geb. 1929 in
Nagygalambfalva, Porumbenii Mari) wuchs in der von szeklerischen
Traditionen geprägten Umgebung seines siebenbürgischen Heimatdorfes auf.
Seit 1950, dem Erscheinungsjahr seiner ersten Gedichte, lebt er in
Klausenburg (Cluj, Kolozsvár), wo er kurzzeitig an der
Theaterakademie studierte. Sein Studium der ungarischen Literatur an der
Klausenburger Bolyai-Universität schloß er 1954 mit der Lehramtsprüfung
für Gymnasien ab. Zeitgleich arbeitete er als Redakteur literarischer
Zeitschriften. Von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1990 war er
Mitarbeiter der Klausenburger Kinderzeitung ,Napsugár‘ (Sonnenstrahl).
Sein erster Gedichtband „Virágzik a cseresznyefa" (Der
Kirschbaum blüht) erschien 1955 in Bukarest. In seinen weiteren
Gedichtbänden ist eine Wandlung von der Direktheit der Subjektivität zur
symbolischen Aufarbeitung des Erlebnisstoffes bemerkbar, so unter anderem
in „Kikapcsolódás" (Entspannung, 1966), „Fától fáig"
(Von Baum zu Baum, 1970), „Valaki jár a fák hegyén"(Es
geht da wer die Wipfel hin, 1997). Seine gesammelten Gedichte
erschienen 2000 („Kányádi Sándor válogatott versei").
Kányádi, Verfasser zahlreicher
Kindergedichtbände, machte sich auch als Vermittler von Werken aus
anderen Literaturen einen Namen. 1977 veröffentlichte er seine Übersetzungen
aus der siebenbürgisch-sächsischen Volksdichtung, 1989 einen Band seiner
Übertragungen aus der siebenbürgisch-jiddischen Volksdichtung (beide
zweisprachig). 1999 gab er eine Sammlung seiner Übersetzungen in „Csipkebokor
az alkonyatban" (Wilder Rosenbusch im Abendlicht) heraus.
In deutscher Sprache sind Kányádis
Gedichte in zweisprachiger Ausgabe erschienen: „Vae victis" (1993),
„Kikapcsolódás – Entspannung" (1999).
Auszeichnungen: Literaturpreis des Rumänischen
Schriftstellerverbandes (Bukarest 1978), Kossuth-Preis (Budapest 1993),
Herder-Preis (Wien 1995).
Mária Kelemen (geb. 1959 in
Steinamanger, Szombathely) studierte Hungarologie und Germanistik
in Budapest (Magister Artium 1983). Derzeit lebt sie in München und ist
am Institut für Finnougristik der LMU als Lektorin für Ungarisch tätig.
Eintritt DM 10,–/DM 7,–
Für Mitglieder und Förderer der beteiligten
Institutionen: frei
Nach der Lesung: Büchertisch mit Verkauf von
Werken des Dichters
betreut vom Budapester Verlag Holnap Kiadó Kft.
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