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LMU Institut für Finnougristik/Uralistik der Ludwig-Maximilians-Universität München Wintersemester 2005/2006: Wissenschaftliche Übung Dr. Zsolt K. Lengyel Ludwigstr. 31, 80539 München, Telefon 089 / 2180 3430, Telefax 089 / 2180 3005 Einführung in die Geschichte UngarnsDonnerstags 11-13 Uhr, Zimmer 309 Sprechstunde: Donnerstags, 15-16 Uhr im Ungarischen Institut, Beichstr. 3, 80802 München Die Veranstaltung arbeitet die Grundzüge der Geschichte Ungarns von den Anfängen (Stammesbildung, Landnahme, Staatsgründung um 1000) bis 1989 anhand der internationalen Fachliteratur heraus. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Strukturen im politisch-rechtlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich, die entweder periodisch oder epochenübergreifend prägend waren. Unter dem zweiten Leitaspekt der Nachbarschaftsbeziehungen und überregionalen Verbindungslinien wird der gesamteuropäische Deutungsrahmen aufgezeigt. Das dritte Lehrziel ist die Erschließung von Teilthemen, die von der Historiographie in Zusammenarbeit mit den philologischen Disziplinen untersucht werden sollten. Ungarischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Einführungsliteratur: Thomas von Bogyay: Grundzüge der Geschichte Ungarns. Darmstadt 41990; Ralf Thomas Göllner – Zsolt K. Lengyel – Joachim von Puttkamer: Ungarn. In: Studienhandbuch östliches Europa. I: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Hg. Harald Roth. Köln/Weimar/Wien 1999, 411-430; Janos Hauszmann: Ungarn. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg/München 2005.
Themenliste20. 10. 05: Vorbesprechung: Einführung in die Thematik und in die Fachliteratur
Mittelalter27. 10. 05: Landnahme und Staatsgründung: der Eintritt in die christliche Staatengemeinschaft (9.-11. Jahrhundert) 3. 11. 05: Innerer Aufbau und auswärtige Beziehungen des Stephansreiches: ethnisch-kulturelle Gruppen, soziale Schichten, Regionen, grenzüberschreitende Kooperationen und Konfrontationen (11.-16. Jahrhundert)
Neuzeit10. 11. 05: Besuch der Tagung „Barock und Aufklärung in Ungarn und in Deutschland. Neue Quellen und Forschungsansätze zum strukturgeschichtlichen Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des süddeutschen Raumes" (Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstr. 38, 80799 München) 17. 11. Nachbereitung des Tagungsbesuches: Wechselverbindungen mit der Habsburgermonarchie und dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation seit dem Spätmittelalter 24. 11. 05: Die Folgen des Machtkampfes zwischen Habsburgermonarchie und Osmanischem Reich: das dreigeteilte Königreich in der Türkenzeit (16.-17. Jahrhundert) 1. 12. 05: Verflechtungen in der Zergliederung: königliches Ungarn – autonomes Fürstentum Siebenbürgen – Türkisch-Ungarn 8. 12. / 15. 12. / 22. 12. 05: In der Habsburgermonarchie: Kontinuitäten und Brüche des gesamtstaatlichen Kompromisses (18.-19. Jahrhundert) 12. 1. / 19. 1. 06: Der österreichisch-ungarische Dualismus: von der großstaatlichen Integration zur kleinstaatlichen Desintegration (1867-1918)
Das 20. Jahrhundert26. 1. 06: Nach dem Zusammenbruch der Doppelmonarchie: die Revisionspolitik Trianon-Ungarns im europäischen Kleinstaatensystem der Zwischenkriegszeit 2. 2. 06: Im Sozialismus: die sowjetische Zwangsintegration nach dem Zweiten Weltkrieg und die Versuche zu ihrer Überwindung
9. 2. 06: Schlußbetrachtungen: Möglichkeiten zur Vertiefung ausgewählter Themen
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Seiten zuletzt aktualisiert am: 22.9.2005 |