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LMU Historisches Seminar: Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas Wintersemester 1999/2000: Übung Dr. Zsolt K. Lengyel In Verbindung mit dem Ungarischen Institut München e. V. Rumänien im 20. Jahrhundert: Politisches System, Sozialstruktur, Kulturleben, AußenbeziehungenBeginn 3. November 1999 Mittwochs 11-13 Uhr, LMU Hauptgebäude, Seminarraum 466
Die Veranstaltung behandelt Rumänien von seiner Entstehung als Nationalstaat (1918-1920) bis in die jüngere Zeit als ein systempolitisch insgesamt labiles, sozial ungleichmäßig strukturiertes, kulturell vielfältiges Gebilde mit wechselndem geopolitischen Stellenwert. Die Leitfragen der vier ausgewählten Themenbereiche beziehen sich auf 1. das Beharrungsvermögen und die Wandlungsfähigkeit undemokratischer Machtausübung, 2. die wirtschaftlichen Rahmenbe-dingungen gesellschaftlicher Modernisierung, 3. die interethnische Integrationskraft geistiger Bewegungen und 4. die Gestaltungschancen außenpolitischer Bündnisse. Von den einschlägigen internationalen Theorieansätzen werden insbesondere diejenigen der Totalitarismus- und Autoritarismus- sowie der Transformationsforschung auf Anwendbarkeit hin überprüft. Organisatorisches: Die Übung will den diskursiven Gedankenaustausch, den freien Vortrag und die wissenschaftliche Schreibfertigkeit fördern. Sie erwartet von den Teilnehmern keine Abhandlungen, sondern Problemaufrisse. Je Sitzung sollen drei-vier Kurzreferate (max. 10 Minuten) vorgestellt und ausgiebig diskutiert werden. Die Themenliste wird für die gesamte Veranstaltung im Institutssekretariat rechtzeitig ausgehängt. Das zu behandelnde Primär- und Sekundärschrifttum wird wöchentlich teils ausgeteilt, teils von den Studenten erschlossen werden müssen. Scheinerwerb nach LPO I §71 (1)Abs. 2d (Theorie und Methode) ist möglich. Die Bedingung dafür ist die Bereitschaft, je nach Teilnehmerzahl wöchentlich oder zweiwöchentlich ein Kurzreferat zu halten sowie eine Hausarbeit (max. 5 Seiten) möglichst bis Beginn des nächsten Semesters anzufertigen (wünschenswert sind z. B. Besprechungen von einschlägigen Neuerscheinungen). Kenntnisse des Rumänischen und einer weiteren in Rumänien verbreiteten Sprache wären hilfreich, um hierzulande weniger bekannte Forschungsansätze kennenzulernen. Sie sind aber keine Voraussetzung der Teilnahme. Westsprachige Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Anneli Ute Gabanyi: Systemwechsel in Rumänien. Von der Revolution zur Transformation. München 1998; Othmar Kolar: Rumänien und seine nationalen Minderheiten von 1918 bis heute. Wien/Köln 1997; Irina Livezeanu: Cultural Politics in Greater Romania. Regionalism, Nation Building and Ethnic Struggle, 1918-1930. Ithaka/London 1995; Rumänien im Brennpunkt. Hg. Krista Zach. München 1998; Günther H. Tontsch: Das Verhältnis von Partei und Staat in Rumänien. Kontinuität und Wandel 1944-1982. Köln 1985; Ekkehard Völkl: Rumänien. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Regensburg/München 1995.
Themenliste3. November 1999: Einführung 1. Vorstellung des Themas und der Fachliteratur 12. November – 8. Dezember 1999: Zwischenkriegszeit 2. Die Entstehung »Großrumäniens«:
nationalpolitische, diplomatische und militärische Bedingungen –
Vorlauf, Ablauf, Ergebnis 15. Dezember 1999 – 5. Januar 2000: Weltkriegszeit 8. Die Königsdiktatur 1938 12. Januar – 16. Februar 2000: Nachkriegszeit 11. Äußere und innere Voraussetzungen
kommunistischer Gleichschaltung 23. Februar 2000: Schlußbetrachtungen 16. Zum Stellenwert demokratischer, autoritärer und totalitärer Elemente in der Staats- und Gesellschaftsentwicklung Rumäniens 1918-1989
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Seiten zuletzt aktualisiert am: 10.1.2005 |