Ungarisches Institut München / Müncheni Magyar Intézet

 

Zsolt K. Lengyel

Ungarnkunde und Kulturvermittlung

Über die Tätigkeit des Ungarischen Instituts München 2000–2001

[Erstveröffentlichung in: Ungarn-Jahrbuch 25 (2000/2001), 251-275]

 

I. Rahmenbedingungen und Tätigkeitsstruktur

Im vorigen Band dieser Zeitschrift wird ausgeführt, daß sich eine internationale Evaluierungskommission im Sommer 1999 für die Ausweitung der Ziele des Ungarischen Instituts München e. V. (UIM, Müncheni Magyar Intézet, MMI) aussprach. Sie folgte damit im wesentlichen dem ihr zuvor eingereichten Neugestaltungsplan der bewerteten Einrichtung. Dieser sah für den Fall einer finanziellen Stabilisierung des UIM vor, zum einen ein höheres Maß an selbstverantworteter Forschung anzustreben, zum anderen mit öffentlichen Veranstaltungen allen Institutsvorhaben eine Außenwirkung zu verleihen.[1]

Die Finanzierungsgrundlagen dieser Tätigkeitsstruktur werden seit Anfang 2000 vom Freistaat Bayern über das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und von der Republik Ungarn über das Ministerium für Nationales Kulturerbe (Nemzeti Kulturális Örökség Minisztériuma) gesichert. Der ungarische Zuwendungsanteil betrug in den beiden Berichtsjahren rund 25 Prozent des jährlichen Gesamthaushalts und wurde hauptsächlich für den Aufbau des kulturell-wissenschaftlichen Veranstaltungsdienstes bereitgestellt.

Die zwischenstaatliche Dimension dieser Neuprofilierung bildete sich – nach siebenjähriger Vorverhandlung des UIM mit regierungsamtlichen Ansprechpartnern in Budapest – seit der Sitzung der Bayerisch-Ungarischen Gemischten Regierungskommission in Passau am 25.-26. Februar 1999 heraus. Bei dieser Gelegenheit wurde die Umwandlung des UIM aus einer bayerischen in eine bayerisch-ungarische Einrichtung, die mit ihren wissenschaftlichen Vorhaben auch kulturelle Beziehungen pflegt und dabei von ungarischer Seite mitfinanziert wird, als Projekt der beiden Regierungen verabschiedet. Zwei Jahre später, auf der Nürnberger Sitzung der Bayerisch-Ungarischen Gemischten Regierungskommission vom 9.-10. Mai 2001, schrieben beide Seiten im Gemeinsamen Protokoll zur laufenden Projektliste ihre Absicht fest, »das Ungarische Institut in München bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben langfristig zu unterstützen«.[2]

Mit seinem Ausbau zu einer bayerisch-ungarischen und wissenschaftlich-kulturellen Einrichtung wurde der Arbeitsumfang des UIM etwa um das Vierfache erhöht. Die inhaltlich weitverzweigten Aufgaben waren von einem mehrheitlich teilzeitbeschäftigten, zu verschiedenen Dienstzeiten und häufig auch außer Haus eingesetzten Personal zu bewältigen.[3] Ein weiterer Grund für den gerade zu Beginn dieser Unternehmung außerordentlich hohen Koordinations- und Verwaltungsaufwand lag in den Unterschieden zwischen den haushaltsrechtlichen Vorschriften des bayerischen und des ungarischen Förderministeriums, die oft nur durch langwierige Abstimmungen zu überbrücken waren.

Dieser Bericht klammert die organisatorischen Aspekte der Institutserneuerung aus, ebenso die jüngst an anderer Stelle wieder beschriebenen Aufgabenbereiche der Sammlungen mit der Bibliothek und der Redaktionen ,Ungarn-Jahrbuch’ und ,Studia Hungarica’ mit dem eigenen Verlag.[4] Er zeichnet die Grundzüge einer in der verwandten Institutionenlandschaft eher ungewöhnlichen Bemühung nur in konzeptioneller Hinsicht nach. Gemeint ist der Versuch des UIM, sein wissenschaftliches Selbstverständnis in einen kulturellen Zusammenhang einzufügen. Dabei drückt kulturell nicht einen Gegensatz zu wissenschaftlich, sondern eine Einbindung von künstlerischen Anliegen aus.

Die Verantwortung, die sich das UIM mit der Ausweitung seines Betätigungsfeldes auferlegt, könnte wegen der Neuartigkeit und der grenzüberschreitenden Reichweite seiner Tätigkeitsstruktur kaum größer sein. Denn es wagt sich, ohne seinen ureigenen fachlichen Kompetenzbereich zu überschreiten, auf ein Kooperationsfeld vor, auf dem der EU-Beitrittskandidat Ungarn gefordert ist, im Verhältnis mit einem EU-Mitgliedstaat über die eigene wissenschafts- und kulturpolitische Integrationsfähigkeit ein gewisses Zeugnis abzulegen. Auf der anderen Seite bietet dieses institutionalisierte Kleinprojekt Bayern die Möglichkeit, sich mit einer in der deutschsprachigen Ost- und Südosteuropaforschung lückenfüllenden Arbeitsstätte als ein – auch europapolitisch – weitsichtiger Wissenschaftsstandort auszuweisen.

 

II. Thematisches Profil und Forschungen

Das UIM steht seit seiner Gründung im Jahre 1962 in der Tradition der Hungarologie als interdisziplinäre Regionalwissenschaft. Es betätigt sich im Zeichen des Anspruchs, eigenen Mitarbeitern und auswärtigen Kollegen gesellschafts- und kulturhistorische sowie philologische Zugriffe auf ungarnkundliche Themen mit kleinräumlichen, aber auch staatenübergreifenden Sachbezügen zu ermöglichen.[5]

Das Gutachten der eingangs erwähnten Evaluierungskommission für die Aufrechterhaltung und den Ausbau des UIM berief sich – in konzeptioneller Hinsicht – auf eine 1999 in obiger Forschungs- und Lehrtradition formulierte Skizze der Institutsleitung über das Schwerpunktthema „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas". Inhaltlich sollen darin Motive, Strukturen und Abläufe von innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Integrationen und Desintegrationen behandelt werden, mit Schwergewicht auf der politischen System- und Verwaltungsgeschichte, der Nationalitäten- beziehungsweise Minderheitenfrage sowie den Kontakten zwischen Wirtschaftsräumen, Sozialordnungen, Literaturen, Sprachen und Konfessionen. Im Vordergrund stehen die deutsch-ungarischen, ungarisch-österreichischen, ungarisch-rumänischen und ungarisch-slawischen Beziehungsgeflechte sowohl in staatlicher als auch ethnisch-kultureller Zuordnung. In methodischer Hinsicht bieten sich interdisziplinäre, komparatistische und strukturorientierte Vorgehensweisen an. Neben der Geschichtswissenschaft – mit Hilfswissenschaften und historiographisch ausgerichteten Nachbardisziplinen – sowie der Politologie werden Wirtschafts-, Literatur-, Sprach- und Kunstwissenschaft sowie Ethnographie eingebunden. Längerfristiges Ziel ist, aus fachbereichsspezifischen Theorien eine Gesamtkonzeption zu entwickeln, die sich als ganzheitliche Ungarnkunde ihrerseits in den Forschungs- und Lehrbereich zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa einfügen läßt. Die Betonung liegt auf der Herausarbeitung von gegenseitigen Einflüssen, Analogien und Unterschieden innerhalb der jeweiligen Verhältnissysteme, also auf der Hierarchisierung der Kontakte nach deren Qualität, nicht nach deren Quantität.[6]

Dieser Untersuchungsansatz spiegelt sich in einer Reihe von Aufsätzen, Mitteilungen, Rezensionen und Vorträgen[7] jener Institutsmitarbeiter wider, die 2000/2001 in die Forschungsarbeit des UIM verantwortlich eingebunden waren.[8] Neben drei erschienenen Dissertationen,[9] einer noch unveröffentlichten Magisterarbeit[10] und einem in Arbeit befindlichen Habilitationsvorhaben[11] wurden vier – teilweise drittmittelgeförderte – Projekte bearbeitet, von denen drei über den Berichtszeitraum hinaus laufen.[12] Aus der im Anhang abgedruckten Institutsbibliographie kristallisieren sich historiographische und politologische Hauptarbeitsgebiete heraus. Sachlich standen politische Theorien und Systeme, internationale Beziehungen, Nationalitäten- und Minderheitenfragen, soziale und kulturelle Strukturen und Interferenzen sowie methodologische Aspekte, räumlich Ungarn, Rumänien, Siebenbürgen, das Habsburgerreich und die Österreichisch-Ungarische Monarchie von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart im Vordergrund.

Mit einem der noch laufenden Forschungsprojekte beteiligt sich das UIM ab März 2001 an dem vom Freistaat Bayern ins Leben gerufenen Forschungsverbund Ost- und Südosteuropa (ForOst), der mit 17 Teilprojekten die Auswirkungen der Systemumbrüche in den Ländern Ost- und Südosteuropas untersucht.[13] Es handelt sich um den Informationsserver „Quellen und Materialien zur Beziehungs- und Integrationsgeschichte in Ostmittel- und Südosteuropa im 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung Ungarns, der Minderheitenfrage und der europäischen Integration", dessen Bearbeiter bisher die Auswahl der in Frage kommenden Dokumente mit Recherche im Internet, die Beschaffung gedruckter Quellen und die Digitalisierung nebst Verwaltung der digitalisierten Dokumente vornahm.[14]

 

III. Veranstaltungen

Mit seinen Veranstaltungen – Einzelvorträgen, Tagungen, literarischen Lesungen, Musikkonzerten und Ausstellungen – verfolgt das UIM seit Anfang 2000 das Ziel, Strömungen und Gestalten der ungarischen Kultur mit deren Außenbeziehungen sowie Leistungen der internationalen wissenschaftlichen Ungarnkunde in der Dimension der Ost- und Südosteuropaforschung vorzustellen.[15] Bei der Auswahl der Programme und dessen Gestalter legt es den Grundsatz »Qualität und Vielfalt statt Quantität und Gleichartigkeit« zugrunde. Eben deshalb versucht es, über konjunkturbedingte Angebote des Wissenschafts- und Kulturmarktes immer wieder hinauszugreifen, mithin Nachfrage auch für verborgene oder vergessene Schätze zu wecken.

Die einander abwechselnden Themen, Gattungen, Methoden sowie Sicht- und Interpretationsweisen ergaben 2000 und 2001 eine Mischung aus – vornehmlich – textorientierten und – wiederkehrenden – musikalischen Veranstaltungen. Die ersteren waren mehrheitlich deutschsprachig, in geringerem Maße deutsch- und ungarisch- oder ungarischsprachig. Die meisten fanden in der Spalte Wissenschaft[16] und Belletristik[17] statt. Die musikalischen Programme[18] gliederten sich nach drei Gattungen auf: Klassik, Jazz/Pop/Rock und Folk-/Volks- oder Weltmusik. Die Grenze zwischen textorientierter und musikalischer Art war infolge von Text- oder Musikeinlagen in der jeweils anderen Gattung mehrfach fließend. Beide Veranstaltungsgattungen wurden fallweise um Empfänge erweitert.[19]

Der Stellenwert dieses Veranstaltungsdienstes innerhalb der gesamten Arbeitsvorhaben und im Hinblick auf das allgemeine Themenprofil sowie den Veranstaltungsgrundsatz des UIM ist einerseits an der auswärtigen Rezeption durch das Publikum – die Medien und die Förderstellen eingeschlossen – sowie der ins Rampenlicht gestellten Wissenschaftler und Künstler abzulesen. Andererseits ist er unter dem Gesichtspunkt der Vernetzung der wissenschaftlichen und allgemein kulturellen Institutsaufträge erfaßbar.

Um sein Programmangebot bedarfsorientiert ans Publikum zu bringen, lädt das UIM von Anbeginn dieser Tätigkeit pro Veranstaltung je nach Anzahl der anzusprechenden – und nach eigenen Erhebungen ansprechbaren – Zielgruppen in der Regel 500 bis 1.000 Gäste in und um München, fallweise auch darüber hinaus, individuell ein. Die graphisch gestalteten Einladungen, die es nach eigenen Recherchen als kurze biographische sowie themen- und anlaßbezogene Essays erstellt, werden bereits als Vorankündigung im Internet abgelegt[20] und danach dem ausgesuchten Publikum sowie, bei herausragenden Anlässen zu Pressemitteilungen verarbeitet, den Medien innerhalb und außerhalb Bayerns mit der Post versandt. Hin und wieder kommen andere Werbeträger wie Faltblätter und Plakate hinzu.

Dank dieser Maßnahmen erzielten die Veranstaltungen 2000 und 2001 auf allen Ebenen eine erfreuliche Außenwirkung. Trotz des in München bekanntlich außerordentlich reichen Angebots an wissenschaftlichen und künstlerischen Ereignissen und intensiven Wettbewerbs auf dem Gebiet der Publikumswerbung waren sie meistens sehr gut besucht, fanden sogar häufig vor ausverkauftem oder vollem Haus statt.[21] Eine Folge davon war, daß die Zahl derer, die in den Institutsverteiler neu aufgenommen zu werden wünschten, anstieg. Auch die Medien entdeckten ihr Interesse an diesem Wissens- und Kunsttransfer, den sie positiv kommentierten.[22] Die ungarischen und nichtungarischen Hauptakteure der Veranstaltungen entstammten zumeist der nationalen oder internationalen Spitzengruppe der jeweiligen Fach- oder Kunstrichtungen, in denen sie vielfach unterschiedlichen, mitunter gegensätzlichen Strömungen zuzurechnen sind – wovon sich der kundige Leser schon durch einen Blick auf ihre ausgewählte Namensliste überzeugen kann. Darin finden sich die zeitgenössischen Schriftsteller oder Klassiker László Darvasi, Péter Esterházy, Sándor Kányádi, Imre Madách, Sándor Márai, István Örkény und Magda Szabó, die Musiker oder Musikgruppen Gergely Bogányi, Judit Halász, Kaláka, István Koloss, Muzsikás, Aladár Pege, Gábor Presser, Márta Sebestyén und Balázs Szokolay, die Schauspieler Klaus Maria Brandauer, Péter Dóczy, Pál Mácsai und Sunnyi Melles sowie – nicht zuletzt – die Wissenschaftler und Fachpublizisten Luca Calvi, Gábor Erdődy, György Haraszti, János Harmatta, Sigrid Löffler, Éva Nyulászi-Straub, Katalin Péter, Katharina Raabe, Ludwig Steindorff, Thomas Steinfeld und Herwig Wolfram.[23] Indem diese Persönlichkeiten den Einladungen zu Gastauftritten unter der Ägide des UIM und der Mitveranstalter[24] folgten, erhärteten sie den konzeptionellen Vorsatz, aus unterschiedlichen Auffassungen und Annäherungen eine Veranstaltungsreihe aufzubauen, deren Einheitlichkeit durch die Qualität der Präsentationen begründet wird. Diese Bestätigung lieferte auch die dritte auswärtige Rezeptionsebene, die der Förderstellen der bayerischen und der ungarischen Regierung. Sie war bei mehreren öffentlichen Institutsauftritten hochrangig und durchaus nicht nur protokollarisch vertreten.[25] Bei einem dieser Anlässe stellte der bayerische Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Reinhold Bocklet fest, daß die Kulturprogramme des UIM »mittlerweile in München einen festen Platz gefunden« hätten.[26]

Bei der zweiten Art des Rückblicks auf die öffentlichen Programme, nämlich jener unter dem Gesichtspunkt der Doppelstruktur der Institutstätigkeit, zeigt sich ein fortlaufendes Wechselverhältnis zwischen den wissenschaftlichen und den kulturorganisatorischen Aufgaben. Bedingt war es schon durch den Umstand, daß ein Großteil der Veranstaltungen aus dem eigenen Schwerpunktthema heraus konzipiert und vom Institut selbst ausgesuchten Referenten in Auftrag gegeben wurde. So setzten die Einzelreferate in der Vortragsreihe „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ostmitteleuropas" sowie die beiden Tagungen „Bayern und Ungarn im Mittelalter und in der frühen Neuzeit" und „Die Vojvodina – Chancen und Hindernisse des lokalen Dialogs" den beziehungsgeschichtlichen Leitaspekt im deutsch/bayerisch-ungarischen, kroatisch-ungarischen, serbisch-ungarischen und christlich-jüdischen Kontext unter Berücksichtigung von neueren oder jüngsten Ereignissen ein.[27]

Ebenso wie obige wurden auch jene Veranstaltungen mit den fachlichen und dokumentarischen Arbeitsleistungen des UIM wissenschaftlich vorbereitet und anhand der Einladungsessays angeworben, die ihre Themen den aktuellen Werken der Gäste entliehen und sie dem konzeptionellen Gesamtprofil des Instituts weitestmöglich anglichen. Es handelte sich um literarische und musikalische Abende.

Lesungen mit László Darvasi und Péter Esterházy boten Anlaß, neue belletristische Reflexionen über die Geschichte Ungarns in seinen ostmitteleuropäischen Kontaksystemen kennenzulernen, zugleich eine Wiederkehr des historischen Romans in die zeitgenössische ungarische Literatur wahrzunehmen;[28] diejenigen mit Sándor Kányádi und Magda Szabó sowie Pál Mácsai, der aus Werken von István Örkény (1912-1979) vortrug, vermittelten Teilansichten von den inneren Entwicklungssträngen und den deutschen Beziehungen ungarischer Dichtung und Prosa beziehungsweise ihrer bühnenkünstlerischen Aufbereitung.[29]

Besonders breit anzulegen war die fachliche Vorbereitung des mehrteiligen Programmangebots mit Sándor Márai (1900-1989) im Mittelpunkt.[30] Für die Werkschau „Ich dachte, ein großer Reisender zu sein" im Münchener Literaturhaus betrieb das UIM – mit den Mitveranstaltern – Grundlagenforschungen sowie Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten. Diese Foto-, Buch- und Dokumentenausstellung über zentrale Abschnitte im Leben und Werk des Schriftstellers erweiterte eine in der Budapester Partnerinstitution, dem Literaturmuseum Petőfi (Petőfi Irodalmi Múzeum), zuvor schon in ungarischer Sprache vorgestellte Material um Exponate und Themen, die den Künstler von seiner in Deutschland wenig bekannten Seite mit deutscher Textgestaltung zeigen.[31] Márai beherrschte das Handwerk des Schriftstellers wie kaum ein Zweiter seiner Generation. Seine Themen, die er häufig den psychologischen Problemfeldern von Partnerbeziehungen entlieh, bot er mit einer eleganten Klarheit, detailbezogen und einprägsam, stets mit der Originalität individualistischer Weltanschauung dar. Deutsche Leser mag überraschen, daß er, der Belletrist, auch ein umfangreiches publizistisches Werk hinterließ, das sich inhaltlich aus der Ablehnung des Kommunismus nährte und auch für seine Beziehungen mit Deutschland von Belang ist, schuf er es doch zu einem erheblichen Teil am Münchener Sender Freies Europa, dessen Mitarbeiter er von 1951 bis 1967 war. Seine große Reise hatte begonnen, als ihn 1948 die Ausbreitung des sowjetischen Totalitarismus in Ungarn in die Verbannung trieb, und endete mit seinem Freitod 1989 im kalifornischen Exil. Anders als Odysseus, einer seiner Romanhelden,[32] kehrte Márai nicht einmal zum Sterben heim; seine Asche wurde in den Ozean gestreut.[33]

Im Bereich der Musik, in den es sein zweites künstlerisches Standbein festsetzte, erfüllte das UIM vornehmlich gesellschaftliche Funktionen, denen wiederholt auch konzeptionelle Elemente seines Schwerpunktthemas beigemischt waren. So trat es vor ein Publikum, das es mit seinen wissenschaftlichen Projekten nicht zu erreichen vermag, auf deren Zuspruch es aber zur möglichst breiten Positionierung seines Gesamtauftrags nicht verzichten kann. So rundete es seine Beiträge zu den ungarischen Millenniumsfeiern[34] mit einem Klavierabend ab, das statt der Geschichte die Gegenwart würdigte und gewissermaßen in die Zukunft blickte. Am 19. Oktober 2001 präsentierte es im Großen Konzertsaal der Münchener Hochschule für Musik und Theater einen der talentiertesten jungen Pianisten Ungarns, dem die Fähigkeit, Musikalität und Technik auf höchstem Niveau zu verbinden, eine große internationale Karriere verheißt: Gergely Bogányi. Seine einfühlsame Spielfertigkeit ließ im Konzert mit Werken von Frédéric Chopin und Franz Liszt erahnen, welchem Maßstab die Klavierkunst im neuen Jahrtausend gerecht werden muß.[35]

Von den Fällen der Vermischung gesellschaftlicher und konzeptioneller Zielsetzungen seien zwei Konzerte herausgegriffen. Dem einen stand Béla Bartók (1881-1945) Pate. Diese weit über die Grenzen Ungarns hinaus geehrte Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts errang seine künstlerische Bedeutung als Komponist, Klavierinterpret und pädagogischer Vermittler klassischer Musik. Außerhalb seiner Heimat weniger bekannt ist, daß sich sein Werk in hohem Maße aus der altungarischen bäuerlichen Volksmusik speiste. Dieser Inspirationsquelle hatte sich Bartók bereits in frühen Schaffensjahren geöffnet, als er bei ausgedehnten musikwissenschaftlichen Feldforschungen auch das Volksliedgut benachbarter Völker, darunter jenes der Rumänen, aufzuzeichnen und auszuwerten begann.[36] Aus diesen Sammlungen schöpfte am 9. Oktober 2001 in der Münchener Muffathalle die Budapester Folkgruppe Muzsikás und ihr ständiges Gastmitglied Márta Sebestyén mit gesungenen und Instrumentalversionen sowie choreographischen Einlagen eines Tänzerpaares.[37] Es waren Melodien, die Bartók entweder gefühlsmäßig beeinflußten oder in seine eigenen Werke eingingen. Das weltweit konzertierende Ensemble gab sie in eigenen, der Originalform angelehnten Bearbeitungen zum Besten. Die Ausnahmequalität seiner Instrumental-, Gesang- und Bühnenkunst verbürgte eine stimmungsvolle Darbietung der Symbiose zwischen musikalischen Gattungen und Erbschaften Ostmitteleuropas. Die Musikanten selbst reicherten sie von der Bühne aus mit musikologischen Erläuterungen gekonnt an.[38]

Als zweites Beispiel für ein Konzert, das den Anwesenden nicht nur musikalischen Genuß anbot, bleibt wohl nicht wenigen der im überfüllten Auditorium Anwesenden der Bluesabend von Gábor Presser[39] in Erinnerung. Der Budapester Komponist, Pianist und Sänger ist seit über drei Jahrzehnten ein künstlerisches Schwergewicht der »leichten« Musik in Ungarn: als musikalischer Kopf der Rockgruppen Omega und Locomotiv GT, als Songwriter zahlreicher Konzert-, Film- und Theaterproduktionen sowie als Solist an Tasten- und anderen Instrumenten. Aus diesen drei Schaffensbereichen spielte und sang er am Flügel und am E-Piano seine besten Songs, alte wie brandneue. In der Show wurden seltene, vom UIM recherchierte und produzierte Filmaufnahmen und Videoclips über seine Karriere vorgeführt und auf der Bühne in Kurzgesprächen auch über die inneren Entwicklungsmöglichkeiten und westlichen Anbindungsbestrebungen einer nicht gerade systemangepaßten Kunstrichtung im Sozialismus moderiert. Einer der meistbeschäftigten und über Gattungsgrenzen hinweg beliebtesten Musiker Ungarns stand so in einer mehrdimensional informativen Unterhaltung aus Musik, Wort und Bild Rede und Antwort zu Themen, die sozial- und kulturwissenschaftlich wenig erforscht sind.[40]

 

IV. Beratungen

Das UIM nahm in dem hier behandelten Zeitraum regelmäßig Informierungs-, Begutachtungs- und Lektoratswünsche unter anderen von verwandten Institutionen und Medienvertretern entgegen. Ein Teil der in der Institutsbibliographie und im Veranstaltungskalender angeführten Titel beziehungsweise Programme entstand durch Bearbeitungen derartiger Anfragen.[41] In drei Fällen trugen die Beratungen zur Verwirklichung von dokumentarischen Filmen über ein historisches, ein kunstgeschichtliches und ein landeskundliches Thema bei, die im ungarischen und im bayerischen Fernsehen gesendet sowie in einer Ausstellung gezeigt wurden.[42] Solcherart verband dieses Aufgabenfeld innerhalb des UIM die Erforschung und auswärtige Darbietung ungarnkundlicher Stoffe unter regelmäßigen Zugriffen auf Interferenzen. Nach außen hin begründete und erweiterte es laufend das Netz der Institutskontakte mit Projekt- und Veranstaltungspartnern.[43]

Bei der im vorigen Abschnitt erwähnten Sándor-Márai-Ausstellung wuchs das UIM aus einem Beratungsauftrag in eine Mitveranstalterrolle hinein. Bei einem anderen Ereignis dieser Gattung, der Bayerischen Landesausstellung 2001 „Bayern – Ungarn. Tausend Jahre", die im Passauer Oberhausmuseum vom 8. Mai bis zum 28. Oktober 2001 zu besichtigen war,[44] reihte es sich hinter das Augsburger Haus der Bayerischen Geschichte, das Budapester Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum) und der Stadt und Diözese Passau, den Veranstaltern, ein und begleitete das gemeinsame Projekt von der Idee bis zur Verwirklichung fachlich und administrativ, mit Lektorats-, Übersetzungs- und Redaktionsarbeiten sowie mit Beiträgen für den so rundum mitbetreuten, zweisprachigen Katalog,[45] außerdem, in der letzten Phase der Vorbereitungen, mit der Organisation einer Tagung.[46] Diese historische Schau schlug einen Bogen vom 9. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sie zeigte hochrangige Exponate von 116 Leihgebern aus 62 Städten im In- und Ausland. Als Teil der ungarischen Millenniumsfeierlichkeiten im UIM beziehungsgeschichtlich vorkonzipiert,[47] erfaßte sie Bayern und Ungarn in ihrem Verhältnis zueinander. In ihren Themen spielten wiederholt auch jene Akteure eine Rolle, die sich durch ihre ethnische Herkunft oder andere objektive, aber auch subjektive Merkmale selbst dann als bayerische und als ungarische ausgezeichnet hatten, wenn sie außerhalb der staatlichen Grenzen Bayerns und Ungarns beheimatet waren. Näher besehen erinnerte die Landesausstellung insgesamt rund 130.000 Besucher in Passau[48] an Kontakte, die nur in ihrer ersten Phase zwischen Völkern beziehungsweise politischen Gebilden in direkter Nachbarschaft stattgefunden hatten. Obwohl ihre gemeinsame Grenze bereits im Mittelalter aufgehoben worden war, blieben Bayern und Ungarn über Geschichtsepochen hinweg zu unmittelbaren und tatenreichen Begegnungen fähig. Mal waren sie durch Kooperationen verbunden, mal durch Konflikte verfeindet. Und bei alledem dehnte sich ihr Verhältnis vom politisch-rechtlichen über den kirchlichen bis hin zum wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich auf zahlreiche Kommunikationsfelder aus. Überregionale Ausdehnung, Beständigkeit, wechselnde Qualität und inhaltliche Vielfalt sind also Grundkennzeichen der bayerisch-ungarischen Beziehungsgeschichte, die das UIM den Augsburger, Budapester und Passauer Veranstaltern zu dokumentieren empfahl.

 

V. Kooperationen und Vernetzungen

Das UIM hätte seine oben skizzierten Arbeitsvorhaben ohne regelmäßige oder anlaßbezogene Kooperationen sowie projektbedingt längerfristige Vernetzungen mit wissenschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen nicht oder nur in einem deutlich geringerem Umfang verwirklichen können. Über seine Forschungsprojekte stand es 2000 und 2001 vor allem mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Zentrum für Hungarologie im Institut für Finnougristik/Uralistik der Universität Hamburg, dem Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg, dem Bayerischen Forschungsverbund Ost- und Südosteuropa, der seine Geschäftsstelle im Münchener Südost-Institut hat, und dem in Heidelberg eingetragenen und aus Gundelsheim am Neckar geleiteten Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V. in dauerhaftem Arbeitskontakt.[49] Besonders eng verzahnt war es mit der universitären Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas in München, unter anderem durch den Aufbau eines Ungarn-Schwerpunktes an der Abteilung, dokumentiert durch Abhaltung von Lehrveranstaltungen und Durchführung von Gastvorträgen in seinem Schwerpunktthema.[50]

Bei der Konzipierung und Durchführung seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungen kooperierte das UIM mit 21 Institutionen aus dem In- und Ausland, mit einigen mehrmals.[51]

 

VI. Bilanz und Ausblick

Das konzeptionelle Ordnungsprinzip des UIM, ungarische Themen stets mit Blick auf deren Außenbezüge zu behandeln, war 2000 und 2001 zugleich das Verbindungsglied zwischen seinen beiden grundsätzlichen Aufgabenstellungen wissenschaftlicher und kulturorganisatorischer Art. Der beziehungsgeschichtliche Leitaspekt kam nicht nur im deutsch-ungarischen Kontext und nicht nur durch historiographische Zugriffe zum Tragen. Er wurde in der Forschungs- und Beratungsarbeit der Institutsmitarbeiter sachlich und zeitlich mehrdimensional eingesetzt. Auch ließ er enge Anwendungsbezüge in den aktuellen bayerisch-ungarischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen herstellen. Größter Wert lag dabei auf der dialog- und diskussionsbereiten Vermittlung des eigenen Schwerpunktthemas. Wichtigstes Mittel zu diesem Zweck waren die Kooperationen und Vernetzungen mit universitären und außeruniversitären sowie mit Kultureinrichtungen vor allem in Bayern und Deutschland. Ihre Anzahl, inhaltliche Dichte und Vielfalt sowie auswärtige Rezeption belegen, daß das UIM binnen 24 Monaten zu einem festen Gesprächs- und Arbeitspartner mehrerer Dutzend Einrichtungen vor allem in München wurde, und zwar sowohl im wissenschaftlichen als auch im künstlerischen Bereich.

Der Aufbau des Veranstaltungsdienstes mit finanzieller Unterstützung der Budapester Regierung bezweckte nicht eine Umwandlung des UIM in ein staatliches ungarisches Institut. Er ist vielmehr auch weiterhin dessen Zukunftssicherung geschuldet, die nicht von der bürokratischen Eingliederung, sondern letztlich von der Qualität und Vielfalt der abzusichernden Arbeit abhängt. Diese Unternehmung will neue Wege für die Präsentation ungarnbezogener Wissenschaft und Kultur außerhalb der formalen Diplomatie aufzeigen – im Dienste der Wissenschaft und Kultur selbst. Sie wurzelt in der Überzeugung, daß wissenschaftliche und künstlerische Aktivitäten im Rahmen eines ungarischen Instituts im deutschsprachigen Raum einander sinnvoll ergänzen können – wenn sich die wissenschaftlichen aus der Studierstube hinauswagen, und die künstlerischen nicht zu einem Kulturmanagement ausarten. So schützen sie sich gemeinsam vor Selbstzufriedenheit und vor Konjunktureinflüssen, die ihnen drohten, wenn sie sich zwei Arten der Kontrolle entzögen: jener durch die eigene Konzeption, und jener durch die interessierte und gebildete Öffentlichkeit.

Als Vermittler und Gestalter in den deutsch-ungarischen Wissenschafts- und Kulturbeziehungen weitete das UIM bisher schon den jeweiligen Wirkungskreis seiner beiden Tätigkeitsfelder aus. Es führte die ungarische Kulturvermittlung an die bayerische Ost- und Südosteuropaforschung heran, während es in der letzteren eine Tür in Richtung intellektuelle Öffentlichkeit zunächst vor allem in der bayerischen Landeshauptstadt aufschlug. Mit der konzeptionellen Vernetzung zwischen seinem bayerisch-wissenschaftlichen und dem ungarisch-kulturellen Pol will es sich auch zukünftig arbeitstechnische Synergien für eine Ungarnkunde als interdisziplinäre Regionalwissenschaft sichern.

Auf deutscher beziehungsweise bayerischer Seite wendet sich das UIM seit Anfang 2000 im wesentlichen zwei Partnergruppen zu. Im Unterschied zu den in der Regel anlaßgebundenen und themen- oder gattungsabhängig wechselnden kulturell-künstlerischen Kooperationen bergen seine auswärtigen Kontakte im wissenschaftlichen Bereich die Perspektive einer engen und dauerhaften Anbindung an fachverwandte Institutionen. Die Fragen, mit welchen, wie eng und unter welchen infrastrukturellen Bedingungen sie stattfinden könnte, beschäftigen auch die vom bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Frühjahr 2001 eingesetzte Strukturkommission, welche die Lage der universitären und außeruniversitären Ost- und Südosteuropaforschung in Bayern untersucht hat, um für deren einzelnen Einrichtungen konzeptionelle Verzahnungen mit der Option einer organisatorisch-räumlichen Zusammenlegung in München oder anderorten im Freistaat zu empfehlen.[52]

Diese Angelegenheit ist für Zuschußgeber und Geförderte von allgemeinem Interesse, sie trägt aber unterschiedliche Motive und Erwartungen der Beteiligten mit sich. Das UIM hat sie seit dem Sommer 1999, als sich seine hier beschriebene Neuprofilierung abzuzeichnen begann, und die besagten Umstrukturierungspläne in eine neue, im wesentlichen heute noch andauernde Bearbeitungsphase traten, bei entsprechenden Verhandlungen im Sinne der Anforderungen seiner Programmatik mit erörtert. Bis Anfang 2002, zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichtes, gelangten Vorschläge des Rates für Wissenschaft und Forschung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur gemeinsamen Verlegung einiger Institute aus München nach Regensburg, die sich auf das Gutachten obiger Strukturkommission zurückführen, in die fachliche und Medienöffentlichkeit nicht nur Bayerns.[53] Das UIM wird von ihnen nicht genannt, so daß es seine bisherigen Bemühungen um den »festen Platz in München«, den ihm Staatsminister Bocklet in der weiter oben zitierten Ansprache zuwies, bestätigt sieht. Allerdings hat es sich diese Stellung, wie auswärtige Beobachter richtig einschätzen, in mit entscheidendem Maße dank seiner Zugehörigkeit zu dem Münchener »Kompetenznetzwerk« erarbeitet.[54] Insofern wäre es von der Zergliederung dieser Institutionenlandschaft durch Teilumzüge auch betroffen.

Aus der Analyse seines engeren und weiteren infrastrukturellen Umfelds folgert das UIM nach wie vor, daß a) im Rahmen der bayerischen Ost- und Südosteuropaforschung die Münchener Institute bisher schon vielfach fachlich-personell und mit außeruniversitärem Schwerpunkt miteinander verbunden waren, so daß sie b) wertvolle Voraussetzungen für eine Vernetzung unter sich mitbringen. Ihre jeweilige Mitwirkung in der universitären Lehre bliebe unberührt von ihrer organisatorischen Vereinigung, die c) so intensiv sein könnte, wie es in einer aus mehreren selbständigen Betriebsteilen bestehenden und von einer gemeinsamen Leitungsebene aus koordinierten Einheit notwendig ist. Dieser Verbund sollte d) am alten Standort seiner Mitglieder, also in München verbleiben, damit er beim notwendigen Aufbau neuer Funktionselemente nicht durch Unwägbarkeiten behindert werde, die infolge der Zerstörung von gewachsenen und erprobten Strukturen zu entstehen pflegen. Folglich nähren sich die Bedenken des UIM gegenüber den erwähnten Umzugsplänen nicht aus der Skepsis gegenüber einer Zusammenlegung der Münchener ost-, mittel- und südosteuropabezogenen Arbeitsstätten. Im Gegenteil. Sie waren und sind in die feste Vorstellung von deren sinnvollen Konföderation eingebettet.

 

VII. Anhang
Institutsbibliographie 2000–2001[55]
Veranstaltungskalender 2000–2001[56]
  1. 14. März 2000: Festvortrag Dr. Gábor Erdődy (Budapest) anläßlich des ungarischen Nationalfeiertages. Musikalisches Rahmenprogramm mit Tamás Bátor (Weimar, Gesang) und Andreas Henning (Weimar, Klavier) sowie Empfang. Staatliches Museum für Völkerkunde, München. Mitveranstalter: Generalkonsulat der Republik Ungarn in München, Bayerisch-Ungarisches Forum e. V., München (Publikum: 120-150).

  2. 25. Mai 2000: Vortrag Prof. Dr. Ludwig Steindorff (Universität Kiel): Zwischen Pannonischer Ebene und Adria: Ungarn und Kroatien im Hochmittelalter. 1. Vortrag in der Reihe „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ostmitteleuropas". Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar (Publikum: 40-50).

  3. 29. Juni 2000: Internationale Studentenbegegnung „Länderabend Ungarn". Evangelische Studentengemeinschaft, München. In Verbindung mit dem Internationalen Universitätsclub der Ludwig-Maximilians-Universität (Publikum: 130-150).

  4. 30. Juni 2000: Vortrag Dr. László Ónodi (Planegg bei München): Márai és a hagyomány. Unter Mitwirkung von Magda Stief (München). Ungarischsprachige Katholische Mission, München. Mitveranstalter: Bewegung Katholisch-Ungarischer Intellektueller, München (Publikum: 70-80).

  5. 4. Juli 2000: Vortrag Dr. Luca Calvi (Universitäten Venedig und Bologna): Die 4. ostslavische Nation: die Russinen. Ursachen und Folgen ihrer Entstehung im spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Ungarn. Mit einem Ausblick in die Gegenwart. 2. Vortrag in der Reihe „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ostmitteleuropas". Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar (Publikum: 65-70).

  6. 7. Juli 2000: Konzert Aladár-Pege-Quartett (Budapest) im Rahmen des Sommerfestes des Historischen Seminars der Ludwig-Maximilians-Universität, München. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südost-europas am Historischen Seminar (Publikum: 150-200).

  7. 21. September 2000: Lesung mit Pál Mácsai (Budapest): „Minuten-Novellen" von István Örkény. Generalkonsulat der Republik Ungarn, München. In Verbindung mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn, Stuttgart. Mitveranstalter: Generalkonsulat der Republik Ungarn in München (Publikum: 80-90).

  8. 29. September 2000: Theaterabend mit Kiss Stúdió Színház (Großwardein, Rumänien): „Az ember tragédiája" von Imre Madách. Staatliches Museum für Völkerkunde, München. In Verbindung mit dem Széchenyi-Kreis e. V., München (Publikum: 250-300, volles Haus).

  9. 15.-18. Oktober 2000: Tagung „Bayern und Ungarn im Mittelalter und in der frühen Neuzeit". Musikalisches Rahmenprogramm: Konzert von Markus Märkl (München, Renaissancelaute) mit Werken von Johannes und Valentin Bakfark sowie Hans und Melchior Newsiedler. Empfang in Verbindung mit dem Generalkonsulat der Republik Ungarn in München. Haus Mariahilf, Passau. Mitveranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg, sowie Stadt und Diözese Passau (Teilnehmer: 70-90).

  10. 22. Oktober 2000: Klavierabend Balázs Szokolay (Budapest) mit Werken von Johann Sebastian Bach (Italienisches Konzert, F-Dur, BWV 971), Béla Bartók (Vier Klagelieder, op. 9a; Suite, op. 14; Sechs Tänze in bulgarischem Rhythmus [Mikrokosmos Bd. VI, Nr. 148-153], Improvisationen über ungarische Bauernlieder, op. 20) und Franz Liszt (6. Ungarische Rhapsodie). Aus Anlaß des ungarischen Nationalfeiertages. Mit Empfang und Ansprachen von Rektor Robert M. Helmschrott, Ministerialrat Rudolf Baer (Bayerische Staatskanzlei, München) und Generaldirektor Géza Entz (Ministerium für Nationales Kulturerbe, Budapest). Hochschule für Musik und Theater, München. In Verbindung mit dem Ungarischen Landesverband im Freistaat Bayern, München (Publikum: 350-400).

  11. 7. November 2000: Vortrag Dr. György Haraszti (Budapest): Die Anfänge des Judentums in Ungarn. Deutsche Impulse und epochenübergreifende Auswirkungen. 3. Vortrag in der Reihe „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ostmitteleuropas". Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar (Publikum: 130-150).

  12. 13.-14. November 2000: Tagung „Die Vojvodina – Chancen und Hindernisse des lokalen Dialogs". Carl Friedrich von Siemens-Stiftung, München/Nymphenburg. Mit Empfang und Ansprachen von Staatsminister Erwin Huber (Bayerische Staatskanzlei, München) und Staatssekretär Zsolt Németh (Außenministerium, Budapest). Mitveranstalter: Südosteuropa-Gesellschaft e. V. (Teilnehmer: 50-80).

  13. 28. November 2000: Lesung mit Sunnyi Melles (München): „Das Vermächtnis der Eszter" von Sándor Márai. Einführung: Sigrid Löffler (Wien). Gasteig/Black Box, München. Mitveranstalter: Stiftung Literaturhaus, Verband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen, Piper Verlag, München (Publikum: 200-220, ausverkauft).

  14. 8. Dezember 2000: Konzert der Liedermachergruppe Kaláka (Budapest). Gemeindezentrum St. Emmeram, München. In Verbindung mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn, Stuttgart (Publikum 180-200, volles Haus).

  15. 12. Dezember 2000: Deutsch-/ungarischsprachige Lesung mit Sándor Kányádi (Klausenburg, Rumänien). Unter Mitwirkung von Helga Roloff (München). Einführung: Mária Kelemen (München). Bayerische Staatsbibliothek, München. Mitveranstalter: Lyrik Kabinett e. V., München, Institut für Finnougristik der Ludwig-Maximilians-Universität, München (Publikum: 100-120).

  16. 26. Januar 2001: Vortrag Dr. Éva Nyulászi-Straub (Budapest): Zur Geschichte des ungarischen Wappens. Mit einer Ausstellung zur ungarischen Heraldik. Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, München. Mitveranstalter: Institut für Finnougristik und Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München (Publikum: 50).

  17. 6. April 2001: Vortrag Dr. Katalin Péter (Budapest): Magyarország európaisága a modern világban. Ungarischsprachige Katholische Mission, München. Mitveranstalter: Bewegung Katholisch-Ungarischer Intellektueller, München (Publikum: 50).

  18. 27. April 2001: Lesung mit Péter Dóczy (Budapest): Meditáció Pilinszky János verseiből és naplórészleteiből. Unter Mitwirkung von Bori Blaskó (Tanz) und Attila Lőrinszky (Kontrabaß, beide Budapest). Mit einer Fotoausstellung von Elemér Vattay (Budapest) über János Pilinszky. Ungarischsprachige Katholische Mission, München. Mitveranstalter: Ungarischsprachige Katholische Mission, Széchenyi-Kreis e. V., München (Publikum: 110, volles Haus).

  19. 18. Mai 2001: Lesung mit Magda Szabó (Budapest): Hazádnak rendületlenül... Találkozás Szabó Magda íróval. Ungarischsprachige Katholische Mission, München. Mitveranstalter: Bewegung Katholisch-Ungarischer Intellektueller, München (Publikum: 180-200, volles Haus).

  20. 27. Mai 2001: Chanson-Abend Csaba Gál: Solange du sensibel bist... Unter Mitwirkung von István Szűts. Gasteig/Black Box, München. In Verbindung mit dem Széchenyi-Kreis e. V., München (Publikum: 135).

  21. 29. Mai 2001: Vortrag Thomas Şindilariu, M. A. (München): Die Freimaurerloge »St. Andreas zu den drei Seeblättern zu Hermannstadt« (1767-1790). Institut für Geschichte und Kultur des Nahen Orients sowie für Turkologie der Ludwig-Maximilians-Universität, München. Mitveranstalter: Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München (Publikum: 35).

  22. 22. Juni 2001: Orgelkonzert István Koloss (Budapest), mit Altungarischer Tabulaturmusik des XVII. Jahrhunderts und Werken von János Wohlmuth (Musette), Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge B-Dur, BWV 898), Franz Liszt (Elisabeth-Legende, Die Kreuzritter), Dezső Antalffy-Zsiross (Scherzo) und István Koloss (Partita Nr. 1). Ludwigskirche, München. In Verbindung mit den IX. Internationalen Orgelkonzerten, München (Publikum: 50).

  23. 28. Juni 2001: Konzert Zsoldos »Báró« Zoltán Trió (Szombathely, Ungarn) im Rahmen der Internationalen Studentenbegegnung „Länderabend Ungarn". Evangelische Studentengemeinde, München. In Verbindung mit dem Internationalen Universitätsclub der Ludwig-Maximilians-Universität, München (Publikum: 250, volles Haus).

  24. 5. Juli 2001: Empfang anläßlich der Eröffnung der Ausstellung „Mattis-Teutsch und Der Blaue Reiter". Haus der Kunst, München (6. Juli bis 7. Oktober 2001). Nach Ansprachen des bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Hans Zehetmair, und des ungarischen Ministers für Nationales Kulturerbe, Zoltán Rockenbauer. In Verbindung mit dem Haus der Kunst und dem Generalkonsulat der Republik Ungarn in München (Teilnehmer: 300, volles Haus).

  25. 6. Juli 2001: Vortrag Prof. Dr. János Harmatta (Budapest): A magyarság történeti útja a Volgától a Dunáig. Ungarischsprachige Katholische Mission, München. Mitveranstalter: Bewegung Katholisch-Ungarischer Intellektueller, München (Publikum: 100-120).

  26. 10. Juli 2001: Vortrag Prof. Dr. Herwig Wolfram (Wien): Ungarn und seine westlichen Nachbarn vom 9. bis zum 11. Jahrhundert. 4. Vortrag in der Reihe „Ungarn in den Beziehungsgeschichten Ostmitteleuropas". Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar (Publikum: 120, volles Haus).

  27. 12. September 2001: Lesung mit Péter Esterházy (Budapest): „Harmonia Cælestis". Einführung: Thomas Steinfeld (München). Literaturhaus, München. Mitveranstalter: Stiftung Literaturhaus, Berlin Verlag (Publikum: 320, ausverkauft).

  28. 9. Oktober 2001: Muzsikás mit Márta Sebestyén und Gästen: Ildikó Tóth, Zoltán Farkas (alle Budapest): Das Bartók-Konzert – Ungarische und rumänische Volksmusik. Muffathalle, München (Publikum: 500).

  29. 19. Oktober 2001: Klavierabend Gergely Bogányi (Budapest/Vác) mit Werken von Frédéric Chopin (Scherzo, h-Moll, op. 20; 2 Nocturnes, op. 62; Polonaise, fis-Moll, op. 44) und Franz Liszt (Rhapsodie espagnole). Aus Anlaß des ungarischen Nationalfeiertages. Mit Empfang und Ansprachen des bayerischen Staatsministers für Bundes- und Europaangelegenheiten Reinhold Bocklet sowie von Generalkonsul György Gyarmathy (München), Elisabeth Schosser (1. Vorsitzende Bayerisch-Ungarisches Forum e. V., München) und Horst Glassl (1. Vorsitzender Ungarisches Institut München e. V.). Hochschule für Musik und Theater, München. In Verbindung mit dem Generalkonsulat der Republik Ungarn in München und dem Bayerisch-Ungarischen Forum e. V., München (Publikum: 450-500, volles Haus).

  30. 26. Oktober 2001: Deutsch-/ungarischsprachige Lesung mit László Darvasi (Budapest): „Die Legende von den Tränengauklern". Einführung: Katharina Raabe (Berlin). Literaturhaus, München. Mitveranstalter: Stiftung Literaturhaus, Suhrkamp Verlag (Publikum: 40).

  31. 8. November 2001: Ausstellung Sándor Márai: „Ich dachte, ein großer Reisender zu sein" (9. November 2001 bis 13. Januar 2002). Eröffnung mit Einführung: Sigrid Löffler (Wien) und Empfang. Literaturhaus, München. Konzeption: Csilla E. Csorba, Zsolt K. Lengyel, Tibor Mészáros, Reinhard G. Wittmann. Leihgeber: Bayerische Staatsbibliothek (München), Petőfi Literaturmuseum (Budapest), Gyula Borbándi (München), Ungarisches Institut München e. V. Digitalisierung: György T. Nagy. Texterfassung: Hajna Csenge Molnár. Übersetzungen: György Buda, Rita Fejér, Hans Henning Paetzke, Hans Skirecki, Dezső Szabó, Adalbert Toth, Ernő Zeltner. Recherche, Lektorat und Redaktion: Meinolf Arens, Zsolt K. Lengyel, Tibor Mészáros, Foolke Molnár. Gestalterische Adaption: Constanza Puglisi, Florian Wenz. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Alke Wendlandt. Mitveranstalter: Petőfi Literaturmuseum, Stiftung Literaturhaus (Publikum bei der Eröffnung: 200).

  32. 20. November 2001: Lesung mit Klaus Maria Brandauer (Wien): „Die jungen Rebellen" von Sándor Márai. Unter Mitwirkung von Michael Köhlmeier. Musikalische Begleitung: Maria Magdalena Wiesmaier. Münchner Volkstheater. In Zusammenarbeit mit dem Piper Verlag, der Stiftung Literaturhaus und der Buchhandlung Lehmkuhl, München (Publikum: 600, ausverkauft).

  33. 25. November 2001: Konzert Gábor Presser (Budapest): Vom Rock zum Theater. Ein Komponist aus Budapest. Multimedialer Bluesabend. Hotel Bayerischer Hof / Night Club, München. Konzeption, Drehbuch, Moderation: Zsolt K. Lengyel. Videoproduktion: Ralf Thomas Göllner. Tontechnik: Wolfgang Roesch. Assistenz: Krisztina Busa, Nikoletta Kónya, Dirk Riedel, Thomas Şindilariu (Publikum: 250, ausverkauft).

  34. 2. Dezember 2001: Konzert Judit Halász (Budapest): Rendkívüli gyereknap. Adventi családkonzert zene- és irodalombarátoknak. Willi-Graf-Gymnasium, München (Publikum: 430, ausverkauft).

 

Anmerkungen

[1] Zsolt K. Lengyel: Die Evaluierung des Ungarischen Instituts München e. V. (UIM). Die erste Phase der Konsolidierung und des Ausbaus. In: Ungarn-Jahrbuch 24 (1998/1999) 445-448.

[2] Archiv UIM, Dokumente UIM, Konsolidierungsverhandlungen 1992-1999 und Ausbau, 2000–.

[3] Das vom gemeinnützigen Trägerverein angestellte wissenschaftliche und Verwaltungspersonal des UIM besteht seit Anfang 2000 aus festen, jedoch nur ausnahmsweise Vollzeitangestellten und aus freien, aber regelmäßig zuarbeitenden Mitarbeitern. Insgesamt sind zwei, seit dem Frühjahr 2001 zweieinhalb wissenschaftliche und eine halbe Sachbearbeiterstelle auf vier beziehungsweise fünf Personen verteilt, während die Anzahl der projekt- oder nur aufgabengebundenen Arbeitskräfte – je nach Auftragslage – zwischen vier und acht schwankt.

[4] Zsolt K. Lengyel: Hungarologie im Ungarischen Institut München. Grundlagen, Ursachen und Ziele der Neuprofilierung um die Jahrtausendwende. In: Das Bild Ungarns in der deutschen Historiographie. Hg. Márta Fata. Tübingen [2002, im Satz]. Informationen dazu auch hier auf der Webseite des UIM.

[5] Lengyel: Hungarologie im Ungarischen Institut München, sowie einschlägige Rubriken der Institutshomepage.

[6] Siehe die Profilskizze.

[7] Siehe die Institutsbibliographie 2000-2001.

[8] Im Berichtszeitraum: Dr. Meinolf Arens, Dr. Ralf Thomas Göllner, Dr. Zsolt K. Lengyel, Dr. Andreas Schmidt-Schweizer, Thomas Şindilariu, M. A., Dr. Adalbert Toth.

[9] Meinolf Arens: Habsburg und Siebenbürgen 1600-1605. Gewaltsame Eingliederungsversuche eines ostmitteleuropäischen Fürstentums in einen frühabsolutistischen Reichsverband. Köln [u. a.] 2001; Ralf Thomas Göllner: Die Europapolitik Ungarns von 1990 bis 1994. Westintegration, mitteleuropäische regionale Kooperation und Minderheitenfrage. München 2001; Andreas Schmidt-Schweizer: Vom Reformsozialismus zur Systemtransformation. Politische Veränderungsbestrebungen innerhalb der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (MSZMP) von 1986 bis 1989. Frankfurt am Main [u. a.] 2000.

[10] Thomas Şindilariu: Die Freimaurerloge »St. Andreas zu den drei Seeblättern zu Hermannstadt« (1767-1790). Ihre Rolle in Gesellschaft, Kultur und Politik Siebenbürgens. Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Siehe Kurzbeschreibung.

[11] Zsolt K. Lengyel: Verwaltungsgeschichte des österreichischen Neoabsolutismus in Ungarn 1849-1860. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Siehe Kurzbeschreibung. Vom Bearbeiter bisher erschienen: Österreichischer Neoabsolutismus in Ungarn. Grundlinien, Probleme und Perspektiven der historischen Forschung über die Bach-Ära. In: Südost-Forschungen 56 (1997) 213-278; Siebenbürgen im Neoabsolutismus 1849-1860. Betrachtungen zu den staatsorganisatorischen Prinzipien. In: Siebenbürgen in der Habsburgermonarchie. Vom Leopoldinum bis zum Ausgleich. Hgg. Zsolt K. Lengyel, Ulrich A. Wien. Köln [u. a.] 1999, 87-118; Neoabsolutismus-Probleme. Verwaltungsgeschichtliche Aspekte zum Fall Ungarn. In: Levéltári közlemények 70 (1999) 79-105.

[12] Zsolt K. Lengyel: Ungarn in der historischen Beziehungsforschung. Ein Forschungs- und Lehrplan. In Verbindung mit der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dazu Profilskizze des UIM und Lehrveranstaltungspläne des Bearbeiters seit dem Sommersemester 2000. – Ders.: Ungarnkunde im Exil. Thomas von Bogyay und die Erneuerungsversuche der Hungarologie nach dem Zweiten Weltkrieg. Unter Mitarbeit von Eva Frantz, Cand. phil. Drittmittelgefördert im Rahmen des Forschungsvorhabens „Auswirkungen der deutsch-ungarischen Wissenschaftsbeziehungen der Neuzeit auf die Modernisierung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft", koordiniert vom Zentrum für Hungarologie im Institut für Finnougristik/Uralistik der Universität Hamburg. Siehe Kurzbeschreibung. – Ders.: Deutsche und Magyaren im politischen System Rumäniens 1918-1989. In Verbindung mit dem Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V. (Heidelberg). Vom Bearbeiter publiziert: Siebenbürgischer Regionalismus und zentralstaatliche Machtstrukturen im Rumänien der Zwischenkriegszeit. In: Politische Kultur in Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert. Hgg. Werner Bramke, Thomas Adam. Leipzig 1999, 81-104; Das politisch-administrative System Rumäniens im nationalkommunistischen Totalitarismus 1945-1989. In: Jahrbuch für europäische Verwaltungsgeschichte 10 (1998) 183-204; Politisches System und Minderheiten in Rumänien 1918-1989. Abriß über die inneren Integrationsprobleme des zentralistischen Einheitsstaates am Beispiel der Deutschen und Magyaren. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 24 (2001) 190-212. – Zum vierten Projekt siehe Anm. 13, 14.

[13] Zu Ausgestaltung und Zielen von ForOst: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst 28/2001, 28. Februar 2001 (http://www.stmwfk.bayern.de/service/pressearchiv/feb01wk/feb28.html); Abayfor wächst. ForOst als 29. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. In: abayfor aktuell. Die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde informiert, Juli 2001, 1; Die Webseite von ForOst auf http://www.abayfor.de.

[14] Unter Leitung von Ralf Thomas Göllner bearbeitet von Andreas Schmidt-Schweizer. Projektbeschreibung auf http://www.abayfor.de. Näheres bei Ralf Thomas Göllner: Zum Aufbau einer digitalen Dokumentensammlung im Ungarischen Institut München im Ungarn-Jahrbuch 25 (2000/2001) 277-287 oder online.

[15] Alle wichtigen Daten im angehängten Veranstaltungskalender 2000-2001.

[16] Ebenda, Nr. 1, 2, 4, 5, 9, 11, 12, 16, 17, 21, 25, 26.

[17] Ebenda, Nr. 7, 8, 13, 15, 18, 19, 27, 30, 31, 32.

[18] Ebenda, Nr. 6, 10, 14, 20, 22, 23, 28, 29, 33, 34.

[19] Ebenda, Nr. 1, 9, 10, 12, 24, 29, 31.

[20] Hier auf diesen Seiten werden sie archiviert.

[21] Hinweise auf Publikumsgrößen im Veranstaltungskalender 2000-2001.

[22] Demnächst wird eine Dokumentation der seit Anfang 2000 erschienenen Pressestimmen auf diesen Seiten abgelegt.

[23] Veranstaltungskalender 2000-2001. Zu den Referenten der beiden Tagungen Meinolf Arens: Wissenschaftliche Tagungen des Ungarischen Instituts München im Jahre 2000, in diesem Band, 473-477.

[24] Zu diesen siehe auch den Abschnitt V.

[25] Siehe z. B. die Reden von Rudolf Baer, Géza Entz und Zsolt Németh in diesem Band, 289-290, 291-292, 329-333 (Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 10, 12). Vgl. den Kommentar von Krista Zach: „Die Vojvodina: Chancen und Hindernisse des lokalen Dialogs". In: Südostdeutsche Vierteljahresblätter 49 (2000) 363.

[26] Ansprache zum Klavierabend Gergely Bogányi am 19. Oktober 2001 (Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 29). Tonmitschnitt im Archiv UIM, Dokumente UIM, Veranstaltungen 2000–, CD.

[27] Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 2, 5, 9, 11, 12, 26.

[28] Ebenda, Nr. 27, 30.

[29] Ebenda, Nr. 7, 15, 19.

[30] Ebenda, Nr. 4, 13, 31, 32.

[31] Ebenda, Nr. 31.

[32] Sándor Márai: Béke Ithakában. Regény. Három énekben. London 1952. Deutsch: Verzauberung in Ithaka. Roman in drei Büchern. Übertragen von Tibor von Podmaniczky. München [1952].

[33] Aus dem neuesten Sekundärschrifttum zu Márai mit dokumentarischen Materialien: „Este nyolckor születtem..." Hommage à Márai Sándor. Hgg. Huba Lőrinczy, Ibolya Czetter. Szombathely 2000; Péter B. Kakuszi: Márai Sándor és Németország. Pécs 2001; Ernő Zeltner: Sándor Márai – ein Leben in Bildern. München/Zürich 2001.

[34] Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 9. Vgl. Abschnitt IV.

[35] Veranstaltungskalender Nr. 29.

[36] Ein Wegweiser zum Leben und Werk Bartóks aus dem westsprachigen Schrifttum: Heinrich Lindlar: Lübbes Bartók-Lexikon. Bergisch-Gladbach 1984.

[37] Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 28.

[38] Mitwirkende waren Dániel Hamar (Kontrabaß, Zimbal, Schlaginstrumente, Gardon [Baßgeige]); Mihály Sipos (Violine, Zither); Péter Éri (Viola, Violine, Mandoline, rumänische Flöte, Gitarre); László Porteleki (Violine, Koboz [Laute]); Márta Sebestyén (Gesang, Flöte, Tilinkó [Hirtenflöte]); Zoltán Farkas (Tanz, Schlaginstrumente, Gardon [Baßgeige]); Ildikó Tóth (Tanz). Ausführliche Informationen zur musikologischen Grundlage ihrer Kunst im Beiheft zur CD Muzsikás & Sebestyén Márta & Alexander Balanescu: Bartók album. © Muzsikás MU 001 (1998). Hannibal Records, HNCD 1439, Rykodisc. – »Und sie leisten sich«, stellte ein Berichterstatter verwundert fest, »keine Zugeständnisse an touristische Bedürfnisse volksmusikalischen Wohlklangs.« So gelingt »Muzsikás der Spagat zwischen Intellekt und Originalität. Ein herbes Vergnügen jenseits der Tümlichkeit.« Die sich Ralf Dombrowski: Sperrig. In: Süddeutsche Zeitung, 11. Oktober 2001, offenbar gewünscht hätte.

[39] Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 33.

[40] Zur Einführung geeignet Péter SzántóLGT: És ilyen a boksz? Az LGT sztori. Budapest 1985; LGT nagy képes kottás emlékkönyv. A Locomotiv GT összes dalának kottája és szövege. Budapest: Locomusic [um 1992/1993]. Ausführlichere Informationen über Gábor Presser auf http://www.gammapolis.de oder http://www.lgt.hu.

[41] Institutsbibliographie 2000-2001 A 2, 5, 25, 26, 32, 35; C 1, 7, 18, 19, 22; Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 9, 24, 31.

[42] Kreuz und Krone. Tausend Jahre Bayern und Ungarn. Eine Dokumentation von Ákos Ravasz. I-II. ã Bayerischer Rundfunk 2001 (gesendet am 7. und 14. Mai 2001); Századfordító magyarok: Mattis Teutsch János 1884-1960. Ein Film von Gabriella Kernács und Tamás B. Farkas. ã Magyar Televízió RT 2001 (ungarische Version gesendet im 2. Programm am 2. Juni 2001, deutsche gezeigt in der Münchener Ausstellung „Mattis-Teutsch und Der Blauer Reiter", Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 24); Ungarische Impressionen – Im nördlichen Transdanubien. Ein Film von Heinrich Biron. © Bayerischer Rundfunk 2001 (gesendet am 2. Januar 2002).

[43] Siehe Abschnitt V.

[44] Die Eröffnungsrede des ungarischen Ministers für Nationales Kulturerbe Zoltán Rockenbauer in Ungarn-Jahrbuch 25 (2000-2001) 311-312.

[45] Bayern – Ungarn. Tausend Jahre / Bajorország és Magyarország 1000 éve. Hgg. Wolfgang Jahn [u. a.]. Augsburg 2001. Vgl. Institutsbibliographie 2000-2001 A, 25, 32.

[46] Worauf die Herausgeber des Tagungsbandes hinzuweisen vergaßen: Bayern – Ungarn. Tausend Jahre. Aufsätze zur Bayerischen Landesausstellung 2001. Hgg. Herbert H. Wurster [u. a.]. Passau/Regensburg 2001.

[47] Zsolt K. Lengyel: Vorentwurf zur Ausstellung 1000 Jahre Bayern und Ungarn. München, 28. April 1998. Archiv UIM, Dokumente UIM, Beratungen 2000– .

[48] Interne Angaben. Leicht umgestaltet wurde sie vom 4. Dezember 2001 bis 3. Februar 2002 auch im Budapester Nationalmuseum gezeigt.

[49] Siehe Abschnitt II, Anm. 10, 11, 12, 13, 14 und IV, Anm. 42, 43, 44, 45, 46.

[50] http://www.geschichte.uni-muenchen.de/goese/; Veranstaltungskalender 2000-2001 Nr. 2, 5, 11, 26.

[51] Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München; Bayerisch-Ungarisches Forum e. V., München; Berlin Verlag; Bewegung Katholisch-Ungarischer Intellektueller e. V., München; Buchhandlung Lehmkuhl, München; Generalkonsulat der Republik Ungarn, München; Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg; Haus der Kunst, München; Institut für Finnougristik der Ludwig-Maximilians-Universität, München; Internationale Orgelkonzerte, München; Internationaler Universitätsclub der Ludwig-Maximilians-Universität, München; Kulturinstitut der Republik Ungarn, Stuttgart; Lyrik Kabinett e. V., München; Petőfi Literaturmuseum, Budapest; Piper Verlag, München; Stadt und Diözese Passau; Südosteuropa-Gesellschaft e. V., München; Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main; Széchenyi-Kreis e. V., München; Ungarischer Landesverband im Freistaat Bayern e. V., München; Verband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen im Literaturhaus e. V., München. Zuordnungshilfe im Veranstaltungskalender 2000-2001.

[52] MAX Online, Unabhängiger Informationsdienst aus dem Bayerischen Landtag [...]: Südosteuropa- und Osteuropa-Forschung in Bayern auf dem Prüfstand. München, 29. November 2001.

[53] Ebenda sowie Anja-Maria Meister: Osteuropa-Institut verlässt München. Wissenschaftler wehren sich gegen den Umzug nach Regensburg. In: Die Welt, 28. November 2001; Sonja Zekri: Ab nach Regensburg. Lässt München die Osteuropa-Forschung widerstandlos ziehen? In: Süddeutsche Zeitung, 28. November 2001.

[54] Vgl. Renate Schostack: Gewichtsprobleme. München wehrt sich gegen die Aufteilung des Südost-Instituts. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juli 2000; Ekr.: Berlin greift nach der Osteuropa-Forschung. Ungewisses Schicksal des Münchner Südost-Instituts. In: Neue Zürcher Zeitung, 24. November 2000.

[55] Erfaßt sind – in alphabetischer Reihenfolge der Titel – die im Berichtszeitraum erschienenen oder druckreif fertiggestellten Schriften sowie Vorträge der in Anm. 8 genannten Institutsmitarbeiter.

[56] Weitere inhaltliche und biographische Informationen zu den Programmen in den auf diesen Seiten archivierten Einladungen und Pressemitteilungen.

Erschienen in Ungarn-Jahrbuch 25 (2000-2001) S. 251-275.

 

Seiten zuletzt aktualisiert am: 10.1.2005

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