Ungarisches Institut München / Müncheni Magyar Intézet

 

Ungarisches Institut
im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg

Magyar Intézet
a Regensburgi Kelet- és Délkelet-Európai Tudományos Központban

Landshuter Str. 4, D-93047 Regensburg, Tel. +49 (0) 941-943-5440, Fax +49 (0) 941-943-5441

uim@ungarisches-institut.de, www.ungarisches-institut.de, Deutsche Bank München, BLZ 70070024, Konto 6151419

 

I. Ziele

Das 1962 gegründete Ungarische Institut München e. V. (UIM, Müncheni Magyar Intézet, MMI) dient laut § 2 seiner am 2. Dezember 2002 novellierten Satzung

  1. der wissenschaftlichen Forschung über die Geschichte, Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft Ungarns und der ungarischen Bevölkerungsgruppen außerhalb Ungarns unter besonderer Berücksichtigung von deren Beziehungen mit anderen Staaten und Nationen im europäischen Rahmen und

  2. der öffentlichen Darstellung der ungarischen oder ungarnbezogenen Kultur in deren grenzüberschreitender Reichweite.

Der Satzungszweck wird verwirklicht in erster Linie auf folgenden Tätigkeitsfeldern:

  1. Konzipierung und Durchführung insbesondere von historiographischen, landeskundlichen und politologischen Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Ungarnkunde (Hungarologie) als interdisziplinäre Regionalwissenschaft;

  2. Wissenschaftliche Beratungen;

  3. Herausgabe von ungarnkundlichen Publikationen;

  4. Betreuung von hungarologischer Bibliothek mit Sondersammlungen;

  5. Durchführung von Einzelveranstaltungen und Tagungen ungarischer oder ungarnbezogener Thematik.

Die Einrichtung des Trägervereins, das gleichnamige Forschungs- und Kulturinstitut, hat sich im Herbst 2009 dem Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg (http://www.wios-regensburg.de) als angeschlossen. Der Trägerverein hat seinen Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt beibehalten (Oberföhringer Str. 40, 81925 München).

 

II. Finanzierung

Die Grundlagen der Institutsfinanzierung bilden seit 2000 die institutionelle Förderung

  1. des Freistaats Bayern, vertreten durch das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie

  2. der Republik Ungarn, vertreten durch das Ministerium für Unterricht und Kultur / Balassi Institut.

 

III. Organisation, Personal
  1. Organe des Trägervereins sind die Mitgliederversammlung, das Kuratorium und der Vorstand: Dr. habil. Zsolt K. Lengyel (1. Vorsitzender), Dr. Ralf Thomas Göllner, Prof. Dr. Ulf Brunnbauer.

  2. Die Mitgliederversammlung besteht aus 20 Mitgliedern.

  3. Dem Kuratorium gehören an: N. N. (staatliche/r VertreterIn der ungarischen Regierung, derzeit vakant) – Prof. Dr. Marie-Janine Calic, Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität München – Prof. Dr. Pál Deréky, Institut für Finno-Ugristik der Universität Wien – Prof. Dr. Lajos Gecsényi, Geschichtswissenschaftliches Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest – Prof. Dr. Walter Koschmal, Institut für Slavistik der Universität Regensburg – Dr. István Monok, Generaldirektor Széchényi Nationalbibliothek, Budapest – Ministerialdirektor Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler, Amtschef Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München – Prof. Dr. András Vizkelety, Széchényi Nationalbibliothek, Budapest.

  4. Personal des Instituts, der Einrichtung des Trägervereins: Krisztina Busa, M. A. (Fachreferentin, Teilzeit) – Harald Connerth, Cand. phil. (wissenschaftliche Hilfskraft, Teilzeit) – Dipl.-Kfm. Peter Fink (Kaufmännischer Berater, Teilzeit) – Dr. Ralf Thomas Göllner (wissenschaftlicher Referent) – Dr. habil. Zsolt K. Lengyel (Direktor, wissenschaftlicher Mitarbeiter) – Dr. Lea-Katharina Steller (Bibliothekarin, Teilzeit) – Dr. Adalbert Toth (wissenschaftlicher Mitarbeiter, ehrenamtlich).

 

IV. Arbeitsschwerpunkte
Laufende Forschungsprojekte
  1. „Hungaricum in Bayern. Eine interdisziplinäre und überregionale Forschungs- und Lehrkonzeption für Ungarn-Studien".

  2. „Bavarica in Ungarn / Hungarica in Bayern".

  3. „Informationsserver Quellen und Materialien zur Beziehungs- und Integrationsgeschichte in Ostmittel- und Südost-europa im 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung Ungarns, der Minderheitenfrage und der europäi-schen Integration".

  4. „Verwaltungsgeschichte des österreichischen Neoabsolutismus in Ungarn 1849-1860".

  5. „Thomas von Bogyay (1909-1994). Eine wissenschaftliche Biographie".

  6. „Die Euroregion Donau-Kreisch-Marosch-Theiß. Grenzüberschreitende Netzwerke als regionalpolitische Entwicklungsstrategie im europäischen Kontext".

  7. „Ungarn in der historischen Beziehungsforschung. Themenschwerpunkte, Fragestellungen, methodische Grundprinzipien".

Veröffentlichungen und Verlag
    1. Studia Hungarica. Schriften des Ungarischen Instituts München. 1964 ff. Herausgegeben von Zsolt K. Lengyel, Ralf Thomas Göllner, Horst Glassl. Redaktion: Zsolt K. Lengyel, Ralf Thomas Göllner, Krisztina Busa. In zwangloser Folge erscheinende Reihe selbständiger oder gesammelter Werke. Alle Bände 23,5 x 16,5, bis Band 5 kartoniert, ab Band 6 Leinen. ISBN 3–9803045 ff. oder 3–929906 ff.

    2. Ungarn-Jahrbuch. Zeitschrift für interdisziplinäre Hungarologie. 1969 ff. Herausgegeben von Zsolt K. Lengyel. Redaktion: Zsolt K. Lengyel mit Krisztina Busa, Ralf Thomas Göllner, Adalbert Toth. Abhandlungen, Forschungsberichte, Mitteilungen, Vorträge, Besprechungen und Chronik. Alle Bände 24 x 17, bis Band 6 kartoniert, ab Band 7 Leinen. ISBN 3–929906 ff., ISSN 0082-755X.

    3. Bavarica et Hungarica. Herausgegeben von István Monok, Rolf Griebel, Zsolt K. Lengyel. Budapest / München: Bibliotheca Nationalis Hungariae, Bayerische Staatsbibliothek, Ungarisches Institut 2008 ff. 28 x 20,5, kartoniert, ISSN 1789-5421.

Die ,Studia Hungarica’ und das ,Ungarn-Jahrbuch’ sind über den Verlag Ungarisches Institut München (VUIM, http://www.ungarisches-institut.de/institut/verlag.htm) und im Buchhandel, die neue Reihe ,Bavarica et Hungarica’ derzeit über http://www.bsb-muenchen.de/265.0.html erhältlich.

Veranstaltungen

Vor allem deutsch-, fallweise ungarischsprachige Einzelvorträge und Tagungen in Themenbereichen der wissenschaftlichen Institutstätigkeit, in regelmäßiger Zusammenarbeit mit außeruniversitären und universitären Einrichtungen aus dem In- und Ausland.

Bibliothek (mit Sondersammlungen)
  • Sammelgebiete: historisches Ungarn und Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns / Geschichte und Landeskunde Ungarns von den Anfängen bis zur Gegenwart mit Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sprachentwicklung.

  • Sammelschwerpunkte: Quelleneditionen, Bibliographien, Enzyklopädien, Handbücher und Periodika sowie Gesamtdarstellungen und Spezialwerke zu den Schwerpunktthemen des UIM.

Lehrtätigkeiten, Dienstleistungen
  1. Seminare, Übungen, Vorlesungen an der Universität Regensburg und der Hochschule für Politik der LMU München.

  2. Beantwortung von fachbezogenen Anfragen, schriftliche Fachgutachten (je nach freier Arbeitskapazität).

  3. Betreuung in- und ausländischer Gastwissenschaftler, Studenten und Stipendiaten.

  4. Vermittlung/Vergabe von Praktika (bei Drittmittelförderung).

 

UIM Kurzbeschreibungen I Januar 2010

 

Seiten zuletzt aktualisiert am: 5.5.2010

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