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Forschungsprojekte seit 2000
Laufende Forschungsprojekte
Auf diesen Seiten finden Sie Hinweise zu laufenden,
geplanten oder beantragten Forschungsprojekten beziehungsweise
wissenschaftlichen Arbeiten, die im Rahmen des wissenschaftlichen Profils
des Ungarischen Instituts bearbeitet werden (sollen). Die
Projektbeschreibungen werden zeitweise ergänzt. Vergleichen Sie auch
unbedingt die Publikationslisten des Instituts
und der Mitarbeiter
und das aktuelle Kurzinfo.
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Die Euroregion Donau-Kreisch-Marosch-Theiß. Grenzüberschreitende
Netzwerke als regionalpolitische Entwicklungsstrategie im europäischen
Kontext. Forschungsprojekt an der Hochschule für Politik München.
Bearbeiter. Dr. Ralf Thomas Göllner. Ein Aufsatz erscheint demnächst.
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Verwaltungsgeschichte des österreichischen Neoabsolutismus
in Ungarn 1849-1860. Bearbeiter: Dr. Zsolt K. Lengyel.
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„Hungaricum in Bayern. Entwurf einer
interdisziplinären und überregionalen Forschungs- und Lehrkonzeption
für Ungarn-Studien" (Bearbeiter: Dr. Zsolt K. Lengyel).
Siehe dazu Vortrag.
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„Bavarica in Ungarn / Hungarica in Bayern" (Lengyel,
Arens). In Verbindung mit der Bayerischen Staatsbibliothek (München),
der Nationalbibliothek Széchényi (Budapest) und dem Arbeitskreis für
Siebenbürgische Landeskunde e. V. (Heidelberg).
Siehe dazu unsere
Symposien 2003, 2004
und 2005.
Siehe dazu die Beiträge
aus dem Ungarn-Jahrbuch 27 (2004) und
Ungarn-Jahrbuch 28
(2005-2007)
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Revolutionen
gegen den Kommunismus und insbesondere die Ungarische
Revolution von 1956. (Bearbeiter: Dr. Ralf Thomas Göllner)
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„Theorie des Minderheitenschutzes"
(Bearbeiter: Dr. Ralf Thomas Göllner). Beispiel.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
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Das frühneuzeitliche Krimkhanat zwischen Orient
und Okzident. Dependenzen und autonome Entwicklungsmöglichkeiten an
der Schnittstelle zwischen orthodoxer, lateinischer und muslimischer Welt.
(Zitierfähige PDF-Version)
Bearbeiter: Dr. Meinolf Arens, Denise Klein
Projekt in Kooperation zwischen dem Institut
für Geschichte und Kultur des Nahen Orients sowie Turkologie der Ludwig-Maximilians-Universität
München und dem Ungarischen Institut München. Das Projekt wird
von der Gerda
Henkel Stiftung (Düsseldorf) gefördert.
Wird ab Juli 2006 nicht im Rahmen des Ungarischen Instituts
bearbeitet.
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Informationsserver
"Quellen und Materialien zur Beziehungs- und
Integrationsgeschichte in Ostmittel- und Südosteuropa im 20.
Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung Ungarns, der
Minderheitenfrage und der europäischen Integration". Dieses
Projekt wird vom Bayerischen
Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen
des Forschungsverbund forost
seit März 2001 gefördert.
Projektleiter: Dr. Ralf Thomas Göllner, Projektbearbeiter: Dr.
Andreas Schmidt-Schweizer
Erste Projektphase (2001-2003) abgeschlossen. Verlängerung des
Projekts (2003-2005) genehmigt ab Juni 2003. Projektbearbeiter: Dr.
Meinolf Arens.
Siehe Der Informationsserver des Ungarischen Instituts geht
online.
Siehe auch die Dokumentensammlung
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„Bibliographie der Moldauer Csángó" (Lengyel,
Arens). In Verbindung mit der Kriza-János-Ethnographischen-Gesellschaft
(Klausenburg, Cluj, Kolozsvár, Rumänien).
Das im UIM gesammelte Material ist erschienen in: A moldvai csángók bibliográfiája [Bibliographie der Moldauer Csángó]. Hgg. Sándor Ilyés [u. a.]. Kolozsvár 2006
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Ungarnkunde
im Exil. Thomas von Bogyay und die Erneuerungsversuche der
Hungarologie nach dem Zweiten Weltkrieg (Arbeitstitel).
Projektleiter: Dr. Zsolt K. Lengyel, wissenschaftliche Hilfskraft: Eva Frantz.
Als Teil des internationalen Forschungsprojekts
"Auswirkungen der deutsch-ungarischen Wissenschaftsbeziehungen
der Neuzeit auf die Modernisierung von Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft" (Leitung: Prof. Dr. Holger Fischer, Zentrum für
Hungarologie im Institut für Finnougristik/Uralistik der Universität
Hamburg) abgeschlossen. Bisher sind zwei deutschsprachige Abhandlungen
des Projektleiters erschienen: Umwege eines Gelehrtenlebens.
Aus der Biographie Thomas von Bogyays (1909-1994). In: Ungarn-Jahrbuch
27 (2004) 81-111; Thomas von Bogyays Hungarologie im Exil 1945-1994:
Reichweite und Wirkungen. Eine Fallstudie über grenzüberschreitende
Wissensvermittlung zwischen Deutschland und Ungarn. In:
Wissenschaftsbeziehungen und ihr Beitrag zur Modernisierung. Das
deutsch-ungarische Beispiel. Hg. Holger Fischer. Red. Mirja Juelich.
München 2005, 483-565. Einen deutschsprachigen
und einen ungarischsprachigen
Auszug können Sie hier lesen.
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Die
Freimaurerloge „St. Andreas zu den drei Seeblättern im Orient
zu Hermannstadt" 1767-1790. Rolle in Gesellschaft, Kultur und
Politik Siebenbürgens. Magisterarbeit: Thomas Şindilariu.
Projekt abgeschlossen. Bericht veröffentlicht unter: Şindilariu,
Thomas: Die Freimaurerloge „St. Andreas zu den drei Seeblättern in
Hermannstadt“ (1767-1790). In: Zeitschrift für Siebenbürgische
Landeskunde 25 (2002) 218-227.
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Europapolitik
Ungarns von 1990 bis 1994. Westintegration, mitteleuropäische
regionale Kooperation und Minderheitenfrage. In diesem
Forschungsprojekt werden die ersten vier Jahre der Außen- und
Transformationspolitik Ungarns nach dem Systemwechsel untersucht. Es
werden die auf drei Säulen fußende Strategie der ungarischen Außenpolitik
im entwicklungsgeschichtlichen Kontext analysiert.
Dabei kristallisieren sich die unterschiedlichen Phasen der ersten Säule
ungarischer Integrationspolitik heraus, deren zunächst wichtigstes
Merkmal die Integration in das westeuropäisch-atlantische
Sicherheitsbündnis der NATO war. Eingehende Beachtung findet auch die
Schwerpunktverlagerung der Integrationsbestrebungen hin zur EG/EU. In
diesem Zusammenhang beschreibt und analysiert der Autor nicht nur die
binnenungarischen Transformationsfortschritte, sondern geht auch ausführlich
auf die einzelnen Schritte der Annäherung an die EG/EU sowie deren
Haltung und vor allem das Europa-Abkommen ein.
Als zweite Säule werden die Beziehungen Ungarns zu den Nachbarstaaten
herausgearbeitet. Diese waren zweifach motiviert: zum einen aus
binnenwirtschaftlich-politischen Gründen, zum anderen wegen der
ungarischen Minderheiten in den Nachbarstaaten. Die gutnachbarlichen
Beziehungen sollten positiv auf die Konnationalen in Rumänien, der
Slowakei, in Serbien, Kroatien und Slowenien sowie der Ukraine wirken.
Als dritte Säule wird das integrative Engagement Ungarns in
Mitteleuropa untersucht. Ungarn als Schnittstelle und Brücke zwischen
West- und Osteuropa nahm in den regionalen Kooperationsbestrebungen
eine Schlüsselrolle ein. Die Visegráder Kooperation und die aus ihr
entstandene Mitteleuropäische Freihandelszone, die Mitteleuropäische
Initiative und die Karpaten-Theiß-Kooperation bildeten das Rückgrat
der regionalen Kooperationsstrategie.
Dem Projekt liegen die maßgeblichen wissenschaftlichen Publikationen
und Auswertungen ausgewählter Zeitungen zugrunde. Zudem wurde auf
Quellen der internationalen Organisationen, Gesetzestexte, amtliche
Veröffentlichungen und Mitteilungen zurückgegriffen, wurden
Internet-Veröffentlichungen analysiert und Stellungnahmen ungarischer
politischer Entscheidungsträger berücksichtigt.
(Bearbeiter: Dr. Ralf Thomas Göllner)
(Veröffentlicht als Studia Hungarica Band 47).
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Habsburg
und Siebenbürgen 1600 bis 1605. Gewaltsame Eingliederungsversuche
eines ostmitteleuropäischen Fürstentums in einen frühabsolutistischen
Reichsverband.
In der 2001 veröffentlichten Arbeit wurde nach den Ursachen, dem
Verlauf und den Folgen der Bemühungen des Hauses Habsburg geforscht,
das Fürstentum Siebenbürgen durch militärische, diplomatische und
administrative Maßnahmen in den Jahren zwischen 1600 und 1605 direkt
in den habsburgischen Reichsverband einzufügen.
Bislang wurde von Seiten der ungarischen, siebenbürgisch-sächischen,
rumänischen und internationalen Historiographie dieser Themenkomplex
kaum näher beleuchtet. Motive, Vorgehensweisen und Denkmuster der
verantwortlichen habsburgischen Amtsträger – hier sei an erster
Stelle Giorgio Basta erwähnt – werden in dieser Arbeit analysiert.
Als hilfreich erweist sich dabei immer wieder der auf Vergleich und über
den engen Rahmen Siebenbürgens hinausreichend angelegte Blickwinkel.
Von Seiten der ungarischen, siebenbürgischen sächsischen und
internationalen Historiographie existieren eine Fülle von zum Teil
hervorragenden Arbeiten zur Geschichte des Fürstentums Siebenbürgen.
Die relative Überhöhung der Bedeutung István Bocskays durch die
ungarische oder von Michael Weiß durch die sächsische
Historiographie steht dabei in keinem Verhältnis zum weiterhin
bizarren nationalistischen Kult von großen Teilen der rumänischen
Historiographie in den letzten Jahrzehnten um die Bedeutung des
walachischen Woiwoden Mihai Viteazul, der für einige Monate (November
1599 bis September 1600) als - de jure - Gubernator der ungarischen
Krone in Siebenbürgen fungierte. Trotz einer langsam wachsenden
Infragestellung dieser und anderer im 19. und 20. Jahrhundert
kreierten nationalen Mythen, hat sich ein grundsätzlicher Wandel hier
des Mihai-Bildes bislang nicht vollzogen. Das Fürstentum Siebenbürgen
wurde als spezifische politische Einheit von den ständischen Eliten
sowohl des königlichen Ungarn, als auch Siebenbürgens als
erzwungenes, aber auch notwendiges Provisorium im Angesicht der
osmanischen und habsburgischen Bedrohung angesehen wurde. Träger
dieses ständischen Zusammengehörigkeitsbewußtseins der Natio
Hungarica war der im europäischen Vergleich äußerst zahlreiche und
im sozialen und rechtlichen Bereich mehrschichtige Adel, dessen
Zusammensetzung in den einzelnen Komitaten höchst unterschiedlich
sein konnte. Der Vergleich unter anderem mit der polnisch/litauischen
Adelsrepublik der Natio Polonica, oder mit der altlivländischen Ständegesellschaft,
die im 16. und 17. Jahrhundert in mehreren Territorien (Schweden,
Polen, Dänemark, Kurland) geteilt lebte, sich aber auch als Einheit
betrachtete, führt zu dem Ergebnis, daß dieses Phänomen im frühneuzeitlichen
Europa weit verbreitet war. Besonders in der rumänischen und einem
Teil der siebenbürgisch-sächsischen Historiographie wurde dieser
Punkt bislang nicht berücksichtigt.
(Veröffentlicht als Studia Transylvania Band 27).
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